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Logo ArbeitsNürnbergDer regionale Arbeitsmarkt entwickelt sich weiterhin positiv, und dies in gleichmäßigen Schritten. Seit Februar ist die Arbeitslosenquote Monat für Monat um 0,2 Prozentpunkte gesunken. Im Mai liegt sie nun bei 3,3 Prozent und damit 0,3 Punkte unter dem Wert des Vorjahres. In absoluten Zahlen heißt das: Derzeit sind im Bezirk der Agentur für Arbeit Montabaur (Westerwald- und Rhein-Lahn-Kreis) 5.869 Menschen ohne Job gemeldet – 357 weniger als vor einem Monat und 510 weniger als vor einem Jahr.

„Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit profitieren fast alle Personengruppen – allerdings in unterschiedlichem Maß“, erklärt Elmar Wagner, Chef der Arbeitsagentur Montabaur. „Besonders erfreulich sieht es bei der jungen Generation aus: Die Arbeitslosenquote der 15- bis 25-Jährigen liegt bei glatten 2 Prozent. Das zeigt, dass gut qualifizierte Nachwuchskräfte beste Startbedingungen für ein erfolgreiches Berufsleben haben.“ Deutlich zurückgegangen ist auch die Zahl der Männer und Frauen, die seit mehr als einem Jahr ohne Beschäftigung sind. Aber noch immer stellen sie ein Viertel aller Arbeitslosen, und die meisten leben von der Grundsicherung (Hartz IV). „Diese Langzeitarbeitslosigkeit abzubauen ist eine große Herausforderung, die die Agentur für Arbeit und die Jobcenter gemeinsam angehen“, sagt Elmar Wagner. „Der Weg führt über intensive Betreuung und individuelle Förderung, um die Chancen auf eine Rückkehr ins Erwerbsleben zu erhöhen. Qualifikation ist der Türöffner.“

Denn Fachkräfte werden mehr denn je gebraucht. Seit Jahresbeginn meldeten die Betriebe dem gemeinsamen Arbeitgeberservice der Agentur und der Jobcenter Westerwald und Rhein-Lahn 3.925 Stellen; das ist gegenüber dem gleichen Zeitraum 2016 ein Plus von 334 (9,3 Prozent). Viel stärker – sprich um ein Drittel – ist der Bestand an zu vermittelnden Stellen gestiegen: derzeit sind es 3.496.

Um Transparenz zu schaffen, veröffentlicht die Agentur für Arbeit jeden Monat auch die Unterbeschäftigungsquote. Sie bezieht all jene ein, die arbeitsmarktpolitisch gefördert werden – z.B. durch Fortbildung und Umschulung oder einen Zuschuss für Existenzgründer - und in dieser Zeit statistisch nicht als arbeitslos gelten. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt aktuell 4,9 Prozent; das ist eine Verbesserung von 0,1 Prozent gegenüber dem Mai 2016. Parallel zur Arbeitslosenquote ist sie in den vergangenen drei Monaten Schritt für Schritt gesunken und liegt wie diese 0,6 Punkte unter dem Februarwert.

Wenige Wochen vor Beginn der Sommerferien herrscht auf dem Ausbildungsmarkt noch viel Bewegung. Seit Oktober 2016 (Beginn des Berichtsjahres) haben sich bei der Agentur für Arbeit Montabaur 2.254 Bewerberinnen und Bewerber für Lehrstellen gemeldet. Das sind 84 mehr als im Vergleichszeitraum Oktober 2015 bis Mai 2016. Zugleich boten die Betriebe 1.736 Ausbildungsstellen an; hier ist ein Plus von 119 zu verzeichnen. Die Zahl der noch unversorgten Bewerber liegt mit 964 knapp unter dem Vorjahreslevel; sie wird in den nächsten Wochen und Monaten erfahrungsgemäß kräftig schmelzen. Derzeit gibt es noch 867 unbesetzte Ausbildungsstellen – 129 mehr als im Mai 2016.     

Abschließend ein Blick auf die beiden Landkreise, die der Agenturbezirk Montabaur umfasst. Im Westerwaldkreis sind derzeit 3.669 Menschen ohne Job  – 186 weniger als im April und 275 weniger als im Mai 2016. Die Quote liegt bei 3,3 Prozent und ging im sowohl gegenüber dem Vormonat als auch dem Vorjahresmonat um 0,2 Punkte zurück. Im Rhein-Lahn-Kreis sind aktuell 2.200 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, das sind 171 Personen weniger als im April und 235 weniger als vor einem Jahr. Die Quote beträgt 3,4 Prozent und ist innerhalb eines Monats um 0,2 und innerhalb eines Jahres um 0,3 Punkte gesunken.

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