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Seit einem Jahr ist das Kita-Zukunftsgesetz der Landesregierung in Kraft. Ein Jahr, in dem die Betreuungssituation in vielen Einrichtungen im Westerwaldkreis schlechter statt besser wurde.
„Ob Träger, Kita-Leitungen, Erzieherinnen und Erzieher oder Eltern, in meinen Bürgersprechstunden bekomme ich viel Leid und Ärger zu hören“, berichtet die CDU-Landtagsabgeordnete Jenny Groß.
Hauptkritikpunkt: Das Kita-Gesetz geht an der tatsächlichen Kita-Realität, dem Arbeitsalltag in den Einrichtungen und an den Bedürfnissen der Kinder vorbei.
Regelmäßig besucht Jenny Groß die Kindertagestätten in ihrem Wahlkreis. Dort fehlt

es oftmals an allen Ecken und Enden. Viele Angebote in den Einrichtungen, die Arbeit am Kind betreffend, mussten eingeschränkt werden. Erzieherinnen und Erzieher arbeiten am Limit.

Die deutliche Mehrarbeit in den Einrichtungen mit dem Rechtsanspruch auf eine durchgehende Sieben-Stunden-Betreuung wird durch das Kita-Gesetz nicht ausgeglichen – im Gegenteil. „Unsere Kindertagesstätten haben schlichtweg nicht das Personal, das sie benötigen, um den gesetzlichen Betreuungsanspruch auch tatsächlich umzusetzen“, erklärt Jenny Groß. „Ein Fehler im System!“
Die CDU-Politikerin weist auf den Mangel an Fachkräften hin: „Es gibt eine deutliche Personal-Verknappung, gleichzeitig müssen die Betreuungskapazitäten kontinuierlich ausgebaut werden – das kann nicht funktionieren. Das muss auch das Land einsehen.“
Hinzu kommt, dass die jeweiligen Träger nicht das Geld haben, um bauliche Erweiterung, die der erhöhte Betreuungsanspruch mit sich bringt, vorzunehmen – vielerorts fehlen Essens- und Schlafräume. Viele Kommunen/kommunale Träger im Land ächzen unter der zusätzlichen finanziellen Last, die das Land den Trägern mit dem neuen Kita-Gesetz aufgezwungen hat. Ein Jahr Kitagesetz heißt an vielen Orten Notbetreuung ab der ersten Stunde. „Das kann nicht im Sinne des Erfinders sein!“
Deshalb fordert Jenny Groß, bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, dringend Nach-besserungen: „Unsere Kitas brauchen mehr Personal für ein besseres Betreuungsverhältnis, dieses Personal muss besser bezahlt werden. Die Träger (Kirchen, Kommunen etc.) dürfen mit der schwierigen Umsetzung der Kita-Novelle
nicht alleine gelassen werden. Wir bieten eine Anlaufstelle und Unterstützung bei den Herausforderungen.“ (Quelle Jenny Groß)

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