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Dr. Tanja Machalet, rentenpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, stellt fest, dass die erneut in die Diskussion gebrachte Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre für die SPD-Fraktion auch weiterhin nicht zielführend ist.

“Wer bis 70 arbeiten möchte, kann dies jetzt schon mit der Flexi-Rente. Für viele sind aber hierbei gesundheitliche Probleme das Hindernis. Deswegen stärken wir als Koalition Prävention und Rehabilitation im Arbeitsleben”, erklärt Tanja Machalet. Gerade in einem ländlich geprägten Raum wie im Westerwald und an der Lahn, wo viele Arbeitsplätze sich durch schwere körperliche Belastungen auszeichnen, ist daher die Anhebung des Renteneintrittsalters nach Meinung von Machalet eine absurde Diskussion.

Eine Anhebung des Renteneintrittsalters würde für viele, die nicht mehr länger arbeiten können, zudem einer Rentenkürzung gleichkommen, stellt die Bundestagsabgeordnete fest. Inflation, steigende Energie- und Lebenshaltungskosten sowie ein immer gravierenderer Fachkräftemangel lassen sich nach Ansicht von Tanja Machalet hiermit nicht lösen. „Wo wir ansetzen müssen, ist die Hinzuverdienstgrenze in der Rente langfristig anzuheben, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung (insbesondere bei Frauen) zu steigern und den Ausbau der Bundesagentur für Arbeit in eine Qualifizierungs- und Weiterbildungsagentur schnellstmöglich voranzutreiben.“

Zudem muss endlich ein modernisiertes Fachkräfteeinwanderungsgesetz beschlossen werden, um den Fachkräftemangel weiter zu lindern. „Das würde den kleinen und mittelständischen Unternehmen hier in der Region wesentlich mehr helfen als eine Anhebung des Rentenalters“, ist Tanja Machalet überzeugt.

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