Im Insolvenzverfahren des Vereins Familienferiendorf Hübingen e.V. haben das PLUTA Team und der Vorstand gemeinsam mit den Unterstützern ein wichtiges Etappenziel für die Sanierung erreicht. Die erforderliche Summe von 350.000 Euro für das Rettungskapital wurde erfolgreich eingeworben. Die entsprechende Frist ist inzwischen abgelaufen. Das Geld soll als Planzahlungen für die Insolvenzgläubiger und als Liquiditätsüberbrückung verwendet werden, damit das Familiendorf über die umsatzschwächeren Wintermonate kommt.
Insolvenzverwalter Philip Konen von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH sagt: „Das Familienferiendorf hat genug Geld eingesammelt und sein Ziel voll erreicht. Damit können wir nun den Insolvenzplan finalisieren und zeitnah beim Amtsgericht einreichen.“
Als nächste Schritte folgen die Einreichung des Insolvenzplans sowie die Durchführung eines Abstimmungs- und Erörterungstermins der Gläubigerversammlung. Wenn die Gläubiger mehrheitlich dem Insolvenzplan zustimmen, ist das Familienferiendorf Hübingen gerettet.
Vergleich mit den Gläubigern
Bei einem Insolvenzplan bleibt der Rechtsträger erhalten. Er ist so ausgestaltet, dass eine Einigung mit den Gläubigern erzielt wird. Danach kann der Verein durch die Entschuldung über den Insolvenzplan das Insolvenzverfahren hinter sich lassen und nach der gerichtlichen Aufhebung wieder eigenständig handeln. Der Verein benötigt das Rettungskapital, um die Gläubiger im Wege des Insolvenzplans besserzustellen als bei einer Liquidation. In den vergangenen Wochen und Monaten gab es daher mehrere Aktionen und Kampagnen. Dabei sammelte die im vergangenen Jahr gegründete Stiftung Familienferiendorf Hübingen zahlreiche Spenden ein. Mit dem Geld kann sie den Verein Familienferiendorf Hübingen e.V. finanziell unterstützen.
PLUTA Sanierungsexperte Philip Konen sagt: „Die finanzielle Unterstützung ist beindruckend und ein bemerkenswertes Zeichen. Es freut mich sehr, dass wir einen Meilenstein zur Rettung des bekannten Feriendorfs erzielt haben. Nun benötigen wir die Zustimmung der Gläubiger. Nach den vielen Gesprächen der vergangenen Wochen bin ich zuversichtlich, dass sie dem Insolvenzplan zustimmen werden.“
Der Vorsitzende der Stiftung Familienferiendorf Hübingen, Dr. Hanno Heil, erklärt: „Wir bedanken uns herzlich für die große Solidarität und Unterstützung – im Großen und im Kleinen. Gleichzeitig wissen wir, dass wir auch künftig auf Unterstützung angewiesen sind, um unsere Gebäude zu erhalten und weiter zu renovieren. Deshalb freut es uns besonders, dass wir bereits heute eine Zusage haben, nach dem Ende der Insolvenz einen hohen sechsstelligen Spendenbetrag zu erhalten, den wir für die dringende Sanierung unserer Ferienhäuser verwenden können. Damit hat das Feriendorf eine nachhaltige Zukunftsperspektive bekommen.“
Hausleiter Michael Nagel ergänzt: „Wir danken von Herzen allen Spenderinnen und Spendern sowie allen, die uns in dieser schwierigen Zeit unterstützt haben. Gerade in wirtschaftlich belastenden Zeiten ist ein gemeinnütziges Familienferiendorf wichtiger denn je. Wir wollen auch in Zukunft ein besonderer Ort für Kinder, Jugendliche und Familien sein.“
Verein seit neun Monaten im Insolvenzverfahren
Im Familienferiendorf Hübingen arbeiten rund 30 Mitarbeiter. Alle Beschäftigten sind weiter an Bord. Seitens des Vereins bzw. des Insolvenzverwalters gab es keine Personalmaßnahmen. Der erste Vorsitzende des Vereins, Dr. Hanno Heil, und seine Kollegen unterstützten in den vergangenen neun Monaten mit großem Engagement das Verfahren und die Fortführung des Feriendorfs.
Der Verein Familienferiendorf Hübingen e.V. hatte im Herbst 2025 einen Insolvenzantrag gestellt. Das Amtsgericht Montabaur ordnete am 30. Oktober 2025 die vorläufige Insolvenzverwaltung an und bestellte PLUTA Rechtsanwalt Philip Konen zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Am 1. Februar 2026 eröffnete das Amtsgericht das Insolvenzverfahren planmäßig und bestellte Philip Konen zum Insolvenzverwalter. Auch im eröffneten Verfahren läuft der Geschäftsbetrieb des Feriendorfs vollständig weiter. Gäste können im Feriendorf übernachten und sämtliche Leistungen werden wie gewohnt erbracht. Alle Beteiligten unterstützen die Betriebsfortführung. Philip Konen wird im Verfahren von den PLUTA Rechtsanwälten Denise Schäfer und Philipp Meyer unterstützt.
Der eingetragene Verein Familienferiendorf Hübingen e.V. ist Träger des Feriendorfs im Westerwald. Seit seiner Gründung in den 1960er Jahren ist der Verein christlich geprägt und spezialisiert auf Familienurlaube und Gruppenaufenthalte. Das Feriendorf verfügt über 40 Ferienhäuser, jeweils ausgestattet mit Wohnküche, zwei bis vier Schlafzimmern, Bad und einer Terrasse mit Gartenmöbeln. Zudem gibt es im Feriendorf ein Tipi-Zelt, ein Zirkuszelt, einen Zirkuswagen, verschiedene Räumlichkeiten für Gruppen und eine Friedenskapelle für Gottesdienste, Veranstaltungen, Chorproben, Konzerte oder Seminare. Das Familienferiendorf ist durchgängig von Februar bis Dezember geöffnet. (Relatio PR)