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Dernbach: Drei Lastwagen kollidieren auf der A3
Betzdorf: Polizei sucht Eigentümer möglicher Diebesbeute
Westerwaldkreis: Bundestag beschließt Reform der Notfallversorgung
Auf der A3 bei Dernbach sind drei Lastwagen in einen Unfall verwickelt worden. In einer Baustelle prallte ein Sattelzug gegen ein unbesetztes Sicherungsfahrzeug mit Absperrtafel. Durch den Aufprall wurden beide Fahrzeuge auf den linken Fahrstreifen geschoben. Ein weiterer Sattelzug konnte nicht mehr rechtzeitig reagieren und kollidierte ebenfalls mit einem der Lastwagen. Die Fahrzeuge blockierten anschließend alle Fahrstreifen in Richtung Köln. Die Autobahn musste für rund drei Stunden vollständig gesperrt werden. Verletzt wurde niemand, es entstand aber erheblicher Sachschaden.
Die Polizei Betzdorf ermittelt seit Anfang September wegen zahlreicher Diebstähle aus Fahrzeugen. Die meisten Fälle ereigneten sich in Betzdorf und Kirchen an der Sieg. Weitere Taten wurden aus Herdorf und Wissen gemeldet. Die Ermittler gehen von einer hohen Dunkelziffer aus, da möglicherweise nicht alle Betroffenen Anzeige erstattet haben. Bei den Untersuchungen stellten die Beamten Gegenstände sicher, die möglicherweise aus den Diebstählen stammen. Bilder der mutmaßlichen Beute hat die Polizei in einem Fahndungsportal veröffentlicht. Wer die Gegenstände wiedererkennt oder Hinweise auf deren Eigentümer geben kann, wird um Mithilfe gebeten. Mehr Informationen dazu und ein Link zu den Bildern sind auch auf radiowesterwald.de zu finden.
Der Bundestag hat eine umfassende Reform der medizinischen Notfallversorgung beschlossen. Auch für den Westerwaldkreis und den Rhein-Lahn-Kreis bringt das Gesetz Veränderungen mit sich. Geplant sind zentrale Notfallzentren an Krankenhäusern, in denen Kliniken und niedergelassene Ärzte enger zusammenarbeiten. Eine medizinische Ersteinschätzung soll Patienten künftig schneller an die passende Anlaufstelle vermitteln. Zudem sollen die Rufnummer 116117 und die Rettungsleitstellen unter der 112 digital besser vernetzt werden. Nach den Planungen sollen rund 98 Prozent der Bevölkerung ein integriertes Notfallzentrum innerhalb von 30 Autominuten erreichen können. Die Reform soll zum 1. Januar 2027 in Kraft treten.