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Im dritten Monat in Folge sinkt die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Rhein-Wied-Westerwald. Die Zahl der arbeitslosen Personen ist gegenüber dem Vormonat um 113 auf 17.051 gefallen. Im Vergleich zum Oktober des Vorjahres sind 22 Menschen mehr arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 4,7 Prozent und ist um 0,1 Prozentpunkte niedriger als im September und bleibt damit exakt auf dem Niveau des Vorjahres.


„Wir freuen uns über die anhaltend positive Entwicklung, insbesondere mit Blick auf die kommenden Wintermonate, in denen die Zahl der Arbeitslosen saisonüblich wieder zunehmen wird“, erklärt Elmar Wagner, Geschäftsführer der Arbeitsagentur Rhein-Wied-Westerwald.
Um Transparenz zu schaffen veröffentlicht die Agentur für Arbeit jeden Monat auch die Unterbeschäftigungsquote. Diese bezieht all jene ein, die trotz Beschäftigungslosigkeit statistisch nicht als arbeitslos gelten, weil sie arbeitsmarktpolitisch gefördert werden – zum Beispiel durch Fortbildung und Umschulung. Auch die Unterbeschäftigung ist im Oktober gesunken und liegt bei 21.412 Personen. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Rückgang um 118 Personen (-0,5 Prozent).
Einen guten Verlauf zeigen insbesondere die Oktoberwerte der Jobcenter in den vier Landkreisen des Agenturbezirks. Sie betreuen Menschen, die mit Grundsicherungsleistungen nach dem SGB II unterstützt werden. Hier ist die Zahl der betreuten Bedarfsgemeinschaften in den letzten vier Wochen um 137 auf 14.668 gesunken. Im Vorjahr waren es noch 784 mehr (-5,1 Prozent). Einen ähnlich starken Rückgang gab es auch bei der Anzahl von erwerbsfähigen Leistungsberechtigen in der Grundsicherung. Diese ist im Monatsverlauf um 149 Personen auf 20.018 gefallen. Im Jahresvergleich sind damit 1.107 weniger erwerbsfähige Menschen auf Leistungen der Jobcenter angewiesen. „Das hat zwei Gründe: Es kommen inzwischen deutlich weniger geflüchtete Menschen neu in den Jobcentern an. Zum anderen finden aus dem Kundenbestand, nach Integrationskurs und Spracherwerb mehr und mehr ausländische Leistungsberechtigte in eine reguläre Beschäftigung am regionalen Arbeitsmarkt“, ordnet der Agenturchef ein.
Das sei nicht selbstverständlich, denn im Gesamtbezirk der Agentur wurden im Oktober 213 Stellen weniger gemeldet als im Vormonat. Das entspricht einem Rückgang von fast 25 Prozent im Vergleich zum September. „Viele Betriebe tun sich weiterhin schwer mit Zukunftsinvestitionen und verhalten sich abwartend, in der Hoffnung, dass sich die wirtschaftlichen Aussichten im nächsten Jahr wieder verbessern“, so Wagner weiter.
Die Arbeitsagentur hat aktuell 5.305 offene Stellen im Angebot. Die Nachfrage nach Arbeitskräften fällt damit um 0,5 Prozent höher aus als noch vor einem Jahr. Die meisten freien Stellen gibt es in den Branchen wirtschaftlicher Dienstleistungen, Verarbeitendes Gewerbe, Handel und Reparatur von Kfz, Baugewerbe und im Gesundheits- und Sozialwesen.

Und so hat sich die Arbeitslosigkeit in den vier Landkreisen des Agenturbezirks entwickelt:
Im Kreis Altenkirchen sind derzeit 4.172 Menschen ohne Job – 40 weniger als im Vormonat und 76 weniger als im Vorjahr. Die Quote liegt derzeit bei 5,7 Prozent und ist im Vergleich zum Vormonat sowie Vorjahresmonat um 0,1 Punkte gesunken.
Im Kreis Neuwied sind aktuell 5.638 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 43 weniger als im September und 145 mehr als im Oktober 2025. Die Arbeitslosenquote bleibt unverändert bei 5,5 Prozent. Sie ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Punkte gestiegen.
Im Rhein-Lahn-Kreis sind 2.791 Personen arbeitslos. Das sind 8 weniger als im September und 123 weniger als im Vorjahr. Die Quote bleibt unverändert bei 4,2 Prozent und liegt um 0,2 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahres.
Im Westerwaldkreis sind Ende September 4.450 Männer und Frauen ohne Erwerbstätigkeit gemeldet. Das sind 22 Personen weniger als vor einem Monat und 76 mehr als vor einem Jahr. Die Quote bleibt im Monatsverlauf auf 3,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ist sie um 0,1 Punkte gestiegen. (Bundesagentur für Arbeit) 

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