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Logo ArbeitsNürnbergDie regionale Arbeitslosenquote bleibt im November bei 2,6 Prozent. Auch bei der absoluten Zahl hat sich innerhalb der vergangenen Wochen wenig verändert. Derzeit sind im Bezirk der Agentur für Arbeit Montabaur – er umfasst den Westerwald- und den Rhein-Lahn-Kreis – 4.739 Menschen ohne Job gemeldet. Das sind 12 mehr als im Oktober. Aussagekräftiger ist der Vergleich mit dem Vorjahresmonat, weil er auf den gleichen saisonalen Bedingungen fußt. Hier gibt es einen starken Rückgang: Im November 2017 wurden 653 Arbeitslose mehr gezählt als heute, und die Quote lag 0,4 Prozent höher.
„Mit der aktuellen Quote von 2,6 Prozent dürften wir den Tiefstand für 2018 erreicht haben“, sagt Elmar Wagner, Chef der Arbeitsagentur Montabaur. „Seit Jahresbeginn hat sich die Arbeitslosigkeit – abgesehen von einer kleinen Spitze im Hochsommer – als fallende Linie dargestellt. Im Dezember wird sie erfahrungsgemäß ansteigen, weil der Winter sich auswirkt und Kündigungen zum Quartalsende zu Buche schlagen.“

Auf dem Stellenmarkt geht es bereits verhaltener zu. Dem gemeinsamen Arbeitgeberservice der Agentur und der Jobcenter wurden im November 695 Jobangebote gemeldet; das sind 80 weniger als vor einem Monat und 12 weniger als vor einem Jahr. In der Jahressumme 2018 sind es 8.483; hier ist gegenüber 2017 ein deutliches Minus von 843 zu verzeichnen. Der Bestand ist in dieser Zeit um 239 Stellen zurückgegangen, bleibt mit derzeit 3.589 Stellen jedoch hoch.

Menschen ohne Beschäftigung werden von der Agentur für Arbeit betreut, wenn sie Arbeitslosengeld I aus zuvor eingezahlten Versicherungsbeiträgen beziehen. Für alle, die alleine oder mit ihren Familien von der steuerfinanzierten Grundsicherung (Hartz IV) leben, sind die Jobcenter Westerwald und Rhein-Lahn zuständig – als gemeinsame Einrichtung der Arbeitsagentur und der Kreisverwaltungen. Nach diesen so genannten Rechtskreisen betrachtet, ist die positive Entwicklung im Bereich der Jobcenter besonders ausgeprägt. So ging die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber dem November um gut ein Fünftel zurück.

Wer an Qualifizierung und Förderung teilnimmt, wird währenddessen laut
 Gesetz nicht als Arbeitsloser gezählt. Um hier Transparenz zu schaffen, publiziert die Bundesagentur für Arbeit jeden Monat die so genannte Unterbeschäftigungsquote. Sie bezieht zu den Erwerbslosen u.a. all jene ein, die zur Erhöhung ihrer Integrationschancen arbeitsmarktpolitisch gefördert werden. Auf dieser Basis kommt der Agenturbezirk Montabaur wie im Vormonat auf eine Quote von 4,1 Prozent. Im Vorjahresmonat waren es noch 4,6 Prozent. Elmar Wagner: „Dass die Unterbeschäftigung zurückgeht und noch dazu stärker als die allgemeine Arbeitslosenquote, ist ein positives Signal: Es sind tatsächlich mehr Menschen in Lohn und Arbeit.“

Im Westerwaldkreis sind 2.798 Menschen ohne Job gemeldet – 4 mehr als vor einem Monat und 488 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote bleibt auf dem Oktoberwert von 2,5 Prozent und ist gegenüber dem November 2017 um 0,4 Punkte gesunken.

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