Mit Gottesdiensten neues Miteinander eingeläutet – Aus 27 werden sechs Gemeinden
Westerwaldkreis. Für die Kirchengemeinden des Evangelischen Dekanats Westerwald beginnt eine neue Zeit: Sie schließen sich zusammen, und aus den 27 einzelnen Kirchengemeinden werden künftig sechs große.
Mit festlichen Gottesdiensten haben nun vier von ihnen die Vereinigung gefeiert: die Evangelische Christusgemeinde Sayn-Wied Westerwald (das sind die ehemaligen Kirchengemeinden Trinitatis, Dietrich-Bonhoeffer, Nordhofen und Selters), die Evangelische Kirchengemeinde Wäller Land (Gemünden, Wallmerod, Westerburg und Willmenrod), die Evangelischen Kirchengemeinde Hachenburger Land (Kroppach, Hachenburg, Altstadt und Alpenrod) und die Evangelische Kirchengemeinde Westerwald Süd (Alsbach, Höhr-Grenzhausen, Montabaur, Neuhäusel, Ransbach-Baumbach Hilgert und Wirges). Die künftigen Kirchengemeinden Hoher Westerwald (Neunkirchen, Rennerod, Emmerichenhain, Stein-Neukirch, Liebenscheid und Rabenscheid) sowie Westerwald Nord (Bad Marienberg, Kirburg und Unnau) schließen sich erst zum 1. Januar 2027 zusammen.
In den Eröffnungsgottesdiensten blicken die evangelischen Christen mutig nach vorne und segnen die, die sich für und in den Kirchengemeinden engagieren – unter anderem die neu gegründeten Verkündigungsteams. Sie setzen sich zusammen aus Pfarrpersonen, KirchenmusikerInnen und GemeindepädagogInnen und gestalten gemeinsam mit den Gesamtkirchenvorständen sowie anderen Haupt- und Ehrenamtlichen das evangelische Leben in der Region.
Für die Kirchengemeinde Westerwald Süd gleicht dieses neue Miteinander einem Licht, das in die Welt hinausgeht. „Macht Euch auf, seht Gottes Licht an und werdet selbst zu einem Licht“, sagt der Stellvertretende Dekan Benjamin Schiwietz während des Gottesdienstes, und am Ende der Feier bilden die Haupt- und Ehrenamtlichen einen Kreis ums Kircheschiff, das vom warmen Schein Dutzender Kerzen umhüllt ist. Ein Licht, das leuchtet und auf das achtgegeben werden muss, wenn es stürmisch wird, wie Pfarrerin Monika Christ während ihres Impulses sagt. Denn auch stürmische Zeiten gehören zu einem solchen Prozess – dann, wenn Traditionen aufeinander treffen und jahrelang gewachsene Gemeinden zu einer verschmelzen. In der Kirchengemeinde Hachenburger Land ist das Verschmelzen sogar Teil des neuen Gemeindelogos: Ein Kreuz, das sich aus den vier charakteristischen Teilen der Altarkreuze aus Alpenrod, Kroppach, Altstadt und Hachenburg zusammensetzt. Jede der Pfarrpersonen predigt während des Eröffnungsgottesdienst in Alpenrod über einen der Teile. „In diesem neuen Kreuz entstehen neue Geschichten, Gedanken, Inspirationen“, bringt es Pfarrerin Dr. Julia Weiß auf den Punkt. „Wir sind Teil von Gottes Geschichte und die lebendige Stimme Seiner Kirche.“ Ein Zuspruch nicht nur für die Kirchengemeinde Hachenburger Land. Sondern für jede der sechs neuen Gemeinden – und für die Menschen, die segensreich in ihnen tätig sind. (bon) (Evangl. Dekanat WW)