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Das Limburger Parkbad benötigt dringend eine Sanierung, denn die Wasserverluste durch eine undichte Folie sind beträchtlich und die Technik in dem Bad ist veraltet und damit anfällig. Allerdings ist eine Sanierung mit erheblichen Kosten verbunden und erfordert eine lange und gründliche Planungsvorlaufzeit. Nun könnte es die Möglichkeit geben, für die Sanierung Fördermittel zu erhalten. Deshalb liegt der Stadtverordnetenversammlung in ihrer letzten Sitzung der laufenden Wahlperiode ein Beschlussvorschlag des Magistrats vor, die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen mit einer Projektskizze für ein Sanierungskonzept zu beauftragen.



„Wir sehen damit die Möglichkeit, das Parkbad umfassend zu sanieren und für die Zukunft zu ertüchtigen. Unser Ziel ist es, mit der Sanierung in ein Bundesprogramm aufgenommen zu werden, welches im Oktober dieses Jahres erneut starten soll“, verdeutlicht der 1. Stadtrat Michael Stanke das Vorgehen. Mit der Vorlage wird die Stadtverordnetenversammlung Ausgaben in Höhe von rund 60.000 Euro beschließen, wobei bereits 50.000 Euro im Haushalt eingestellt sind, rund 10.000 Euro jedoch noch fehlen. Dazu sind überplanmäßige Ausgaben zu bewilligen.

„Auch in Zeiten mit Sparvorgaben lassen sich Ausgaben nicht vermeiden und ist es sinnvoll, auch teure Projekte anzugehen“, betont Bürgermeister Dr. Marius Hahn als Finanzdezernent der Stadt. Die Sanierung des Parkbades war bereits in den Jahren 2019/20 Inhalt einer Projektstudie. Die prognostizierten Kosten belaufen sich dabei, je nach Ausführung, auf 2,6 bis 3,66 Millionen Euro. „Die ermittelten Kosten dürften sich inzwischen noch erhöht haben. Wenn wir bei einem solchen Projekt eine Förderung erhalten können, müssen wir die Chance wahrnehmen“, macht der Bürgermeister deutlich.

Die Sanierung des Parkbades ist schon seit geraumer Zeit ein Thema für die Verwaltung, wie die Studie aus 2019/20 zeigt. Eine umfassende Sanierung, das betont der 1. Stadtrat Michael Stanke, ist möglicherweise auch mit einem Sommer ohne Parkbad-Besuch verbunden: „Solche umfassenden Arbeiten, wie sie notwendig sind, lassen sich oft nicht in einem Zeitraum zwischen Schließung im September und Öffnung am 1. Mai umsetzen. Es wird dann notwendig sein, das Bad für mindestens eine Saison zu schließen.“

Noch ist es nicht so weit. Nun geht es zunächst einmal um ein Sanierungskonzept in Form einer Projektskizze. Diese ist notwendig, um Fördermittel für die Sanierung und Modernisierung zu erhalten. Der Auftrag soll an die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen vergeben werden, da sie die Themen kompetent bündelt, die für alle Bäder und deren Betrieb wichtig sind. Zudem vertritt die Gesellschaft die Interessen der deutschen Bäderbetriebe in der Bundes- und Landespolitik sowie der nationalen und internationalen Normungsarbeit. Durch dieses gebündelte Fachwissen verfügt die Gesellschaft über ein Alleinstellungsmerkmal.

Die in 2019/20 erstellte Projektstudie reicht nach Angaben des 1. Stadtrats in Umfang, Form und Aktualität nicht aus, um sich um die Aufnahme in das Förderprogramm zu bewerben. In der Studie sind die im Bundesprogramm festgelegten Förderziele nicht enthalten. Das Sanierungskonzept in Form einer Projektskizze hat unter anderem folgende Punkte zu beinhalten: Sanierungskonzept, Kostenschätzung, Reduzierung der Wassermenge durch Verkleinerung des Beckens und Verringerung der Wassertiefe, Überlegungen zu Energieeinsparmaßnahmen und Energieeffizienz.

Sollte die Stadt mit dem Parkbad in das Förderprogramm aufgenommen werden, ist nach Einschätzung von Stanke mit einem Baubeginn frühestens im Herbst 2028 zu rechnen. Sollte über eine Förderung positiv entschieden werden, könnte eine Zusage im Sommer kommenden Jahres bei der Stadt eingehen. Die Ausschreibung wäre dann bis zum Spätherbst 2027 möglich, für die anschließenden Planungsarbeiten ist dann Zeit bis zum Herbst 2028 einzuräumen. Möglichst zügig nach deren Abschluss könnten dann die Arbeiten beginnen.

Nach dem Projektaufruf für das Förderprogramm beträgt die Höhe einer möglichen finanziellen Förderung maximal 45 Prozent an den zuwendungsfähigen Gesamtausgaben. Die Fördersumme beläuft sich auf mindestens 250.000 Euro und maximal auf acht Millionen Euro. Die letzte umfassende Sanierung des Bades liegt 30 Jahre zurück. „Von der Sanierung erwarten wir natürlich auch deutlich niedrigere Betriebskosten“, macht der 1. Stadtrat deutlich. (Stadt Limburg) 

Kategorie: Bunte Meldungen
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