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Kreis Altenkirchen/Horhausen. W wie wertschätzend. O wie offen. R wie rücksichtsvoll. L wie lösungsstark. I wie inspirierend. C wie charmant. Z wie zuhörend. E wie engagiert. K kompetent. Ergibt zusammen Worliczek. Christian Worliczek. Mit diesen ausnahmlos positiven Attributen, verliehen von der Schülervertretung, ist der 52-Jährige am Dienstag offiziell zum Direktor der Integrierten Gesamtschule Horhausen ernannt worden. Damit endete die kommissarische Schulleitung, die nach einem Wechsel obligatorisch ist.


„Wenn die Chemie stimmt…“ – so war der von Rebecca Keller und Mirjam Hübner moderierte Abend überschrieben, in Anlehnung an die Unterrichtsfächer von Worliczek (Biologie und Chemie). Und in der Tat ist das in der IGS offenkundig der Fall, denn nicht nur die Schülerinnen und Schüler sind der Überzeugung, dass hier der Richtige auf den richtigen Platz gefunden hat. Jedes Element der Schulgemeinschaft hat eine Neigung zur Reaktivität – soll heißen, es ist gewillt, mit den anderen eine Verbindung einzugehen.
Es war ohnehin eine in vielerlei Hinsicht bemerkenswerte Feierstunde, zwar in jeder Sekunde dem Anlass angemessen, dennoch extrem entspannt und locker. Wann, bitte, hat man jemals im Kreis Altenkirchen bei der Einführung eines Schulleiters Klassiker von den Sex Pistols und The Clash gehört? Die Lehrerband machte es - sehr zur Freude ihres neuen Chefs - möglich, auch wenn dieser beim Erraten der Songtitel noch Luft nach oben hatte.
Die offizielle Ernennungsurkunde erhielt Worliszek, der bereits seit 2003 an der IGS arbeitet und seit 2016 stellv. Schulleiter war, von der Leitenden Regierungsschuldirektorin der ADD, Andrea Becker. Sie ließ noch einmal seinen beruflichen Werdegang Revue passieren und hatte dafür auch in alten Beurteilungen geblättert. So erfuhr man unter anderem, dass sich der Referendar Worliczek doch tatsächlich vom „Feldwebel“ zum Pädagogen gewandelt hat.
Landrat Dr. Peter Enders ist jedenfalls überzeugt, dass mit dem 52-Jährigen ein Mann die Verantwortung übernimmt, der Mut, Offenheit und Fachkompetenz in den Schulalltag trägt: „Sie werden es mit Ihrem Team schaffen, bewährte Konzepte weiterzuentwickeln, Innovationen zu fördern und die bestmögliche Förderung für alle Schülerinnen und Schüler sicherzustellen.“
Yvonne Runkel als Vorsitzende des Schulelternbeirats lobt die jetzt schon offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Schulleiter: „Danke, dass sie Schule zu einem Ort machen, den unsere Kinder gerne besuchen.“ Martha Beck vom Personalrat wusste zu berichten, dass Worliczek die IGS in den vergangenen Jahren voller Elan mitgestaltet habe. Ihre Beschreibung: „Ein Schaffer und Macher – einer, der anpackt.“ In diesen Chor stimmte letztlich auch Elke Schmitt als Vorsitzende des Fördervereins mit ein.
Worliczek selbst hielt sich wie die Gastredner sehr kurz, schockierte alle Nicht-Naturwissenschaftler zwar kurz mit einer XL-Schautafel zu chemischen Reaktionen, sorgte aber umgehend für Beruhigung, denn – wie eingangs erwähnt: Wenn die Chemie untereinander stimmt, stimmt auch das große Ganze. Daher freue er sich über das hohe Standing, das die IGS inzwischen genieße. Als Feedback höre er immer wieder, dass die Schüler hier ein gutes Fundament für ihr weitere Leben erhielten. Daran werde man weiter arbeiten. (Kreis Altenkirchen) 

Kategorie: Bunte Meldungen
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