Konflikt im Nahen Osten treibt Energiekosten an der Börse in die Höhe – keine Auswirkungen auf Strom- und Gaspreise bei Endkunden durch langfristige Beschaffung – Krise zeigt Bedeutung der Energiewende auf
Siegburg. Der Krieg am Persischen Golf treibt Öl- und Gaspreise in die Höhe – und viele Bürgerinnen und Bürger hierzulande treibt die Frage um, was das für ihre Strom- und Heizkosten bedeutet. Norman Petersson, Leiter Energiegeschäft bei rhenag Energie, gibt zum jetzigen Zeitpunkt Entwarnung: „Wir beschaffen die Energie für unsere Kundinnen und Kunden lange im Voraus, damit wir kurzfristige Preissprünge am Markt abfedern können.“
Verlässlichkeit und stabile Preise
Norman Petersson erläutert, dass Versorgungssicherheit im Rahmen der Daseinsvorsorge zu den Aufgaben regionaler Energieversorger gehöre. Er betont: „In Krisenzeiten macht sich besonders bemerkbar, nach welchem Geschäftsmodell Energieunternehmen arbeiten.“ Wer Verantwortung für die Kunden übernehme, sichere seinen Einkauf an der Börse langfristig ab, anstatt kurzfristig am Spotmarkt einzukaufen. rhenag Energie kaufe Strom und Gas in Tranchen über mehrere Jahre verteilt ein und beschaffe kleine Mengen kurzfristig nach, wenn der Markt günstig ist. Zwar könne man deshalb nicht immer der günstigste Anbieter sein, dafür aber im Schnitt ein solides Preis-Leistungsverhältnis anbieten und das auch in Zeiten, an denen der Markt volatil ist. „Wir managen unser Energieportfolio aktiv, das haben wir bereits im Ukraine-Konflikt bewiesen und greifen ein, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten“, erläutert der Energieexperte.
Energiewende weitertreiben
Norman Petersson nimmt Bezug auf eine weitere Entwicklung der letzten Tage: Die Ankündigung des neuen Gebäudemodernisierungsgesetzes (GMG) durch die Bundesregierung. Vor wenigen Tagen wurden hier erste Eckpunkte veröffentlicht, das Gesetz selbst soll im Frühjahr kommen. „Es ist gut, dass Immobilienbesitzer nun weniger Druck ausgesetzt sind, sie können freier entscheiden, was für sie die beste Lösung ist. Wir unterstützen hier gerne“, sagt der Experte. Jedoch zeige sich an der aktuellen Situation in Nahost: „Die Vulnerabilität der fossilen Energien ist hoch. Die Energiewende macht uns unabhängiger von internationalen Importen, geopolitische Ereignisse haben weniger Einfluss, wenn wir die Energie selbst produzieren und nutzen können. Gerade jetzt sollten wir mehr denn je die Energiewende vorantreiben und auf Erneuerbare setzen“, meint Norman Petersson. Die rhenag Energie übernimmt dafür Verantwortung und setzt konkrete Lösungen um, beispielsweise mit dem Bau von Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden oder der Errichtung des Schnellladeparks für E-Autos in Siegburg. (rhenag)