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DB Regio setzt Fahrzeuge des Typs Talent 2 drei Monate früher ein – SPNV-
Aufgabenträger go.Rheinland und SPNV-Nord sowie DB haben den bis 2033
laufenden Verkehrsvertrag angepasst
Köln/Koblenz/Frankfurt/Düsseldorf. Mehr Klimaschutz und Komfort an der Ahr:
Ab kommenden Sonntag, 15. März 2026, sind auf beiden Regionalzuglinien an der Ahr
elektrisch betriebene Züge unterwegs. Drei Monate früher als geplant kann die
Deutsche Bahn auf der von DB Regio betriebenen Linie RB 30 (Bonn-Remagen-
Ahrbrück) Elektrozüge des Typs Talent 2 einsetzen. So wird die von den
Aufgabenträgern für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) go.Rheinland und
Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord)
angestrebte Antriebswende an der Ahr abgeschlossen.


Die Flutkatastrophe im Sommer 2021 hatte die Ahrstrecke teilweise komplett zerstört
und der Wiederaufbau insbesondere auf den letzten 14 Kilometern zwischen
Walporzheim und Ahrbrück kam einem Neubau gleich. Gleichzeitig hat die DB die
Strecke entlang der Ahr mit moderner Stellwerkstechnik und Oberleitungen für einen
klimafreundlicheren Zugverkehr ausgestattet. Das komplexe Wiederaufbau- und
Elektrifizierungsprojekt konnte im engen Schulterschluss mit dem Bund, dem Land
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Rheinland-Pfalz, den Gemeinden und SPNV-Aufgabenträgern in nur vier Jahren
realisiert werden. Seit Inbetriebnahme der neuen Ahrstrecke Mitte Dezember 2025
sorgen die beiden Regionalzuglinien RB 30 (DB Regio) und die neu konzipierte und
bereits elektrische RB 32 (Trans Regio Deutsche Regionalbahn) für attraktive
Verbindungen an der Ahr.
Damit auf allen Linien möglichst schnell auch elektrisch betriebene Züge eingesetzt
werden können, hatten die SPNV-Aufgabenträger und DB Regio den bis Ende 2033
laufenden vareo-Verkehrsvertrag angepasst, der auf Dieselfahrzeugen basierte. Dabei
war vereinbart worden, dass die elektrisch betriebenen Züge der Linie RB 30 zum
kleinen Fahrplanwechsel im Juni 2026 eingesetzt werden sollen.
Janina Monhof, Leiterin Verkehrsvertragsmanagement bei DB Regio NRW: „Ich freue
mich, dass wir schon jetzt die elektrischen Talent-2-Fahrzeuge in Betrieb nehmen
können. Wir konnten schneller als geplant die Fahrzeuge beschaffen und die Wartung
organisieren. Mit der erfolgreichen Schulung und Qualifizierung unseres Personals sind
unsere Vorbereitungen abgeschlossen. Jetzt bieten wir unseren Kundinnen und
Kunden eine klimafreundliche Verbindung an der Ahr. Wir danken allen Beteiligten
herzlich für ihren außerordentlichen Einsatz, der diesen wichtigen Fortschritt möglich
gemacht hat.“
Sven Kleine, Prokurist und Leiter des Fachbereichs SPNV-Vergabeverfahren und
Eigenbetrieb Fahrzeuge bei go.Rheinland: „Es ist ein tolles Zeichen für die Region,
dass wir es gemeinsam geschafft haben, flexibel die elektrischen Fahrzeuge früher als
geplant in Betrieb nehmen zu können. Dadurch sind wir ab jetzt leiser, spurtstärker
und nachhaltiger auf der Schiene unterwegs.“
Cornelia Weigand, Landrätin des Kreises Ahrweiler: „Ich bin froh, dass die RB 30 das
Ahrtal ab sofort elektrisch und umsteigefrei mit der Bundesstadt Bonn verbindet. Das
Dieselzeitalter auf der Ahrtalbahn gehört damit der Vergangenheit an. Die
klimafreundliche Umstellung macht das Bahnfahren für Pendlerinnen und Pendler
ebenso wie für den Tourismus noch attraktiver. Dem gesamten Ahrtal als Ausflugsziel
– von Bodendorf bis Ahrbrück – kommt dies zugute.“
Thorsten Müller, Verbandsdirektor beim SPNV-Nord: „Trotz schwierigster finanzieller
Rahmenbedingungen ist es uns gelungen, im Ahrtal ein klimafreundliches und gutes
Angebot auf die Schiene zu bringen. Dies ist keine Selbstverständlichkeit und nur dem
großen Einsatz aller Beteiligter zu verdanken.“
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Hintergrund:
go.Rheinland ist zuständiger Besteller und Organisator der Zugleistungen im
Nahverkehr auf der Schiene im südlichen Nordrhein-Westfalen. Der SPNV-Nord ist
Besteller und Organisator der Zugleistungen im Nahverkehr auf der Schiene im
Norden von Rheinland-Pfalz. Zum vareo-Netz gehören neben der RB 30 noch die
Linien S 23 (Bonn-Euskirchen-Bad Münstereifel) sowie die RB 25 (Köln-Gummersbach-
Lüdenscheid) und die RE-/RB-Leistungen auf der Eifelstrecke zwischen Köln und Trier.
Abhängig von der Fertigstellung der Elektrifizierung der Strecke der S 23 wird derzeit
ein Einsatz der Talent-2-Fahrzeuge auch auf dieser Strecke ab dem Fahrplanwechsel
im Dezember 2028 anvisiert. Für die Eifelstrecke ist ebenfalls ein elektrisch
betriebener SPNV in Planung. (SPNV Nord) 

Kategorie: Bunte Meldungen
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