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Kreis Altenkirchen. Es gibt kaum ein qualitativ hochwertigeres Fleisch als Wildbret aus heimischen Wäldern. Die Nachfrage ist entsprechend hoch – was sich seit dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Sieger- und Sauerland und den damit verbundenen Schutzmaßnahmen im Kreis Altenkirchen drastisch geändert hat. „Schwarzwild lässt sich momentan überhaupt nicht mehr vermarkten“, berichtet Jörg Wirths. Der Kreisjagdmeister war jetzt Teilnehmer einer Gesprächsrunde, zu der Landrat Dr. Peter Enders Waldbesitzer und Vertreter der Landwirtschaft eingeladen hatte. Bereits seit vielen Wochen steht die Veterinärabteilung der Kreisverwaltung fast täglich im Austausch mit anderen Behörden sowie den Beteiligten vor Ort, um ein konzertiertes Vorgehen zu gewährleisten. Erklärtes Ziel ist und bleibt, eine Ausbreitung der Seuche auf den Norden von Rheinland-Pfalz zu verhindern.


Trotz zahlreicher Aufklärungsaktionen ist in der Bevölkerung allerdings nach wie vor eine große Unsicherheit zu spüren – und das merken gerade auch die Jägerinnen und Jäger, in deren Kühltruhen sich das Wildschwein-Fleisch buchstäblich stapelt.
„Um es noch einmal in aller Deutlichkeit zu betonen: Das Virus ist nicht auf den Menschen übertragbar“, sagt Dr. Harald Grünau, Leiter der Veterinärabteilung. Aus tierseuchenrechtlicher Sicht sei ein Verzehr des Fleisches völlig unbedenklich. Das gelte speziell in der aktuellen Situation, da das Fleisch intensiv getestet werde. Überhaupt kann ausgeschlossen werden, dass Fleisch von einem positiv getesteten Wildschwein freigegeben wird. „Die Verbraucherinnen und Verbraucher können sich daher absolut sicher sein, dass sie hier ein ebenso regionales wie hochwertiges Lebensmittel erwerben, nicht vergleichbar mit dem, was als Massenware in den Discountern zu finden ist“, so Grünau.
Diesem Appell kann sich Kreisjagdmeister Wirths nur anschließen: „Viele der Jagdberechtigten im Kreis sind ihrer Verpflichtung nachgekommen und haben zuletzt das Schwarzwild intensiv bejagt. Gerade die Jägerinnen und Jäger stehen bei der ASP nun vor weiteren Herausforderungen und Aufgaben. Daher wäre es sehr schade, wenn sie dafür auch noch ,bestraft‘ würden.“ (Thorsten Stahl)

Kategorie: Bunte Meldungen
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