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Kreis Altenkirchen. Die gute Nachricht vorab: Nach wie vor gibt es keinen bestätigten Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Landkreis Altenkirchen. Ganz im Gegensatz zu Nordrhein-Westfalen. Im Siegerland und Sauerland ist die Seuche inzwischen bei über 800 erlegten bzw. gefundenen Tieren nachgewiesen worden, wie die Landesregierung in Düsseldorf in dieser Woche bekanntgegeben hat. Die Verantwortlichen auf rheinland-pfälzischer Seite – das Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Forsten sowie die Veterinärabteilung der Kreisverwaltung – haben bereits vor zwei Monaten mit der Ausweisung einer Sperrzone im Oberkreis auf die räumliche Nähe der ASP reagiert.
Vor einigen Wochen ist im Kreis zudem nach den Vorgaben des Landes mit der Errichtung eines Schutzzauns begonnen worden, der am Ende vom Wildenburger Land bis zum Stegskopf führen wird.

Damit soll verhindert werden, dass sich die Seuche durch infizierte Wildschweine auf den Norden von Rheinland-Pfalz ausbreitet. Die Installation ist bis in den Bereich Büdenholz/Mudersbach nördlich der B 62 abgeschlossen. Als Übergangslösung ist in diesem Abschnitt der Verbandsgemeinde Kirchen zunächst ein Elektrozaun aufgebaut worden. Die Krux: Speziell im Giebelwald verläuft er mitten durch einige wichtige Wanderwege, so ist zum Beipiel der Natursteig Sieg nahe des Erzquell-Stollens betroffen.
Im Gegensatz zu festen Zäunen mit durchlässigen Gattern erschließen sich Wanderern und Mountain-Bikern nicht auf Anhieb die Querungsmöglichkeiten. Wo der Elektrozaun die Wege kreuzt, können die Stromlitzen an den (isolierten) orangefarbenen Griffen ausgehangen werden, sodass ein problemloses Passieren gewährleistet ist. Das Veterinäramt bittet dringend darum, die Stromlitzen anschließend auf jeden Fall wieder einzuhängen, da nur so die Schutzfunktion des Elektrozauns gegeben ist. Zudem sollte keinesfalls – wie in den vergangenen Tagen geschehen – der Zaun mithilfe von Ästen oder Steinen nach unten gedrückt werden.
Ohnehin ist zeitnah geplant, dass dieser Elektrozaun durch einen Festzaun ersetzt wird – bis dahin ist noch etwas Geduld und Rücksicht gefragt. Beim Weiterbau südlich der B 62 Richtung Kirchen, Herdorf und Emmerzhausen soll direkt ein fester Zaun errichtet werden. (Kreis Altenkirchen) 

Kategorie: Bunte Meldungen
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