Drucken

Nachdem alle Trafostationen wieder versorgt sind, bearbeitet die evm-Gruppe nun rund 100 komplexe Störungsmeldungen an Hausanschlüssen und im Ortsnetz
KOBLENZ/WESTERWALDKREIS. Die Energienetze Mittelrhein (enm), die Netzgesellschaft der Energieversorgung Mittelrhein, haben einen wichtigen Meilenstein bei der Bewältigung der Unwetterschäden im Westerwald erreicht: Alle rund 250 vom Unwetter betroffenen Trafostationen sind wieder versorgt. Die Störungen im Mittelspannungsnetz konnten vollständig behoben werden.


Mittelspannungsnetz wieder vollständig in Betrieb
Die Entstörung der Mittelspannung hatte für die enm oberste Priorität. Das Mittelspannungsnetz versorgt die Ortsnetzstationen, die den Strom anschließend über das Niederspannungsnetz an Haushalte und Betriebe verteilen. Erst wenn die Mittelspannung störungsfrei funktioniert, kann auch die Versorgung über das Niederspannungsnetz wiederhergestellt werden. Der Schwerpunkt der Arbeiten liegt nun auf den verbliebenen Störungen im Niederspannungsnetz. Aktuell liegen der enm rund 100 Störungsmeldungen vor. Das Schadensbild ist dabei äußerst komplex und vielfältig. Hinter einer Störungsmeldung kann sowohl ein einzelnes Gebäude mit einem beschädigten oder umgeknickten Dachständer stehen als auch ein kompletter Straßenzug ohne Stromversorgung.
Komplexe Einzelfälle erfordern Prüfungen vor Ort
Jede dieser Störungen muss von Fachkräften vor Ort einzeln bewertet werden. Erst nach einer Begutachtung können die notwendigen Maßnahmen zur Wiederherstellung der Versorgung eingeleitet werden. Dabei gehen die Expertinnen und Experten der enm sowohl unter netztechnischen als auch unter sicherheitsrelevanten Gesichtspunkten vor. Störungen mit den größten Auswirkungen auf das Stromnetz und die Versorgung der Kundinnen und Kunden werden vorrangig bearbeitet.
Gut die Hälfte der aktuell vorliegenden Störungsmeldungen konnte bereits bewertet werden. In vielen Fällen haben die Reparaturarbeiten bereits begonnen. „Mit der vollständigen Wiederherstellung der Mittelspannung haben wir einen wichtigen Schritt geschafft. Die verbleibenden Schäden im Niederspannungsnetz sind jedoch deutlich individueller und dadurch teilweise aufwendiger zu beheben. Unsere Teams arbeiten weiterhin mit Hochdruck daran, alle betroffenen Gebäude wieder ans Netz anzuschließen“, erklärt enm-Geschäftsführer Hendrik Majewski. (evm) 

Kategorie: Bunte Meldungen
Zugriffe: 48