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Fast 50.000 Abonnenten
Mehr als 49.000 Menschen folgen inzwischen dem zentralen WhatsApp-Warnkanal von Spot It für Westerwald, Altenkirchen, Neuwied, Rhein-Lahn und Koblenz. Betreiber Marcel Schäfer möchte die Reichweite künftig noch stärker als kostenlosen zusätzlichen Multiplikator für offizielle Warnungen und wichtige Informationen zur Verfügung stellen.
Der Warnkanal zählt aktuell 49.181 Abonnenten und erreichte innerhalb der vergangenen 30 Tage rund 90.600 Accounts.
Viele Warnmeldungen entstehen dabei direkt aus der Community. Bürgerinnen und Bürger informieren Spot It über eigene WhatsApp-Warngruppen oder per direkter Sichtmeldung über Unfälle, Brände, Straßensperrungen, Gefahrenstellen oder andere auffällige Ereignisse. Diese Hinweise werden jedoch nicht ungeprüft veröffentlicht. Das Team versucht zunächst, den Sachverhalt über Polizei, Feuerwehr, Behörden, offizielle Mitteilungen oder andere belastbare Quellen zu verifizieren. Erst danach wird daraus – sofern für die Bevölkerung relevant – eine kurze Warnmeldung für den Kanal.


„Das Prinzip ist im Grunde aus der Community für die Community. Menschen vor Ort sehen etwas und informieren uns. Unsere Aufgabe ist dann, zu prüfen, ob die Meldung stimmt und ob sie für andere Menschen relevant ist“, erklärt Schäfer.
Die Idee hinter dem Warnkanal ist bewusst einfach: Relevante Hinweise aus der Bevölkerung werden geprüft und verifiziert, offizielle Informationen zusätzlich verstärkt – und beides wird dort verbreitet, wo viele Menschen täglich erreichbar sind: direkt über WhatsApp.
„Wir wollen bestehende behördliche Warnsysteme ausdrücklich nicht ersetzen. Unser Kanal kann aber ein zusätzlicher Verbreitungsweg sein, wenn wichtige Informationen schnell viele Menschen erreichen sollen“, erklärt Schäfer.
Wie stark dieser Multiplikationseffekt sein kann, zeigte zuletzt ein größerer Waldbrand bei Gebhardshain. Während der laufenden Lage wurden offizielle Informationen von Verbandsgemeinde und Kreisverwaltung unter anderem zu Rauchentwicklung, Evakuierung, Schulbetrieb und Einsatzlage zusätzlich über den Warnkanal verbreitet.
Einzelne Meldungen wurden anschließend in kürzester Zeit mehrere hundert bis über 1.000 Mal weitergeleitet und gelangten so zusätzlich in Familienchats, Nachbarschaften, Vereine und lokale WhatsApp-Gruppen.
Der Kanal selbst verfolgt bewusst kein Nachrichtenticker-Prinzip. Meldungen sollen kurz, relevant und möglichst verlässlich sein.
„Wenn bei jeder Kleinigkeit eine Warnung kommt, verliert ein Warnkanal irgendwann seinen Wert. Deshalb gilt bei uns: so wenig wie möglich, so viel wie nötig“, sagt Schäfer.
Neben dem Hauptkanal betreibt Spot It inzwischen weitere Warnkanäle für Limburg-Weilburg, Lahn-Dill und Main-Taunus sowie für Rhein-Main, Frankfurt, Darmstadt, Groß-Gerau und Offenbach.
Zusammen kommen die drei eigenen Warnkanäle auf rund 52.800 Abonnements und zuletzt auf etwa 96.000 kumulierte Reichweitenkontakte innerhalb von 30 Tagen. Mehrfachabonnements sind dabei möglich.
Ein zweiter Baustein des Konzepts ist die Spontanhilfe bei größeren Lagen. Die Idee entstand vor allem aus den Erfahrungen der Flutkatastrophe im Ahrtal 2021.
Menschen mit besonderen Fähigkeiten oder Ressourcen , etwa Transportmöglichkeiten, technische Fahrzeuge, Geräte oder logistische Unterstützung können bereits vor einer möglichen Lage vernetzt werden.
Eine Aktivierung soll jedoch nur dann erfolgen, wenn tatsächlich Bedarf besteht oder eine zuständige Stelle entsprechende Unterstützung anfordert.
„Spontanhelfende können unglaublich wertvoll sein. Entscheidend ist aber, dass sie gezielt eingesetzt werden und nicht unkoordiniert in Einsatzräume fahren“, so Schäfer.
Spot It möchte Landkreisen, Kommunen und anderen zuständigen Stellen die vorhandene Reichweite deshalb kostenfrei als zusätzlichen Multiplikator anbieten.
„Wenn eine freigegebene Information vorliegt und wir damit in kurzer Zeit zehntausende Menschen zusätzlich erreichen können, sollten wir diese Möglichkeit nutzen.“ (Marcel Schäfer) 

Kategorie: Bunte Meldungen
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