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Workshop gab wichtige Impulse zum Umgang mit Starkregen & Co.
35 Fachleute und Vertreter aus Politik und Verwaltung diskutierten bei einem Workshop im Kreishaus in Montabaur über konkrete Maßnahmen zur Klimaanpassung. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich der Westerwaldkreis besser auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten kann. Eingeladen waren Vertreter aller politischen Fraktionen sowie interne und externe Fachakteure aus Bereichen wie Wasser-, Land- und Forstwirtschaft, Tourismus, Gesundheit und Bevölkerungsschutz, um ihre Perspektiven und Erfahrungen einzubringen. Ziel des fachübergreifenden Austauschs war es, Synergien zu nutzen, mögliche Konflikte frühzeitig zu erkennen und gemeinsam integrierte, praxisnahe und wirksame Maßnahmen zu entwickeln. Die Ergebnisse fließen in das Klimananpassungskonzept des Westerwaldkreises ein, das derzeit erarbeitet wird.


Während Klimaschutz darauf abzielt, die Ursachen der Erderwärmung zu bekämpfen, geht es bei der Klimaanpassung um den Umgang mit bereits spürbaren und künftig erwarteten Folgen. Dazu zählen beispielsweise häufigere Hitzewellen und Starkregenereignisse. Das Klimaanpassungskonzept soll konkrete Maßnahmen aufzeigen und dazu beitragen, den Westerwaldkreis langfristig widerstandsfähiger gegenüber diesen Herausforderungen zu machen. Der Workshop bedeutete dabei einen wichtigen Schritt, um zentrale Handlungsfelder und besonders schutzbedürftige Gruppen noch genauer identifizieren zu können.
„Die hohe Beteiligung und das große Engagement der Akteure zeigen, dass der Westerwaldkreis die Bedeutung der Klimaanpassung erkannt hat. Das sind beste Voraussetzungen dafür, dass nicht nur ein Konzept auf dem Papier entsteht, sondern konkrete und wirksame Schritte für mehr Klimaresilienz auf den Weg gebracht werden“, betonte die Erste Kreisbeigeordnete Gabriele Wieland bei der Begrüßung.
Anschließend präsentierte das Projektteam – bestehend aus Beratern von B.A.U.M. Consult und Christiane Graf, Klimaanpassungsmanagerin des Kreises – den aktuellen Stand der Konzepterstellung. Im Mittelpunkt standen erste Ergebnisse der Bestands- und Betroffenheitsanalyse. Sie zeigen, in welchen Bereichen der Kreis besonders anfällig für Schäden ist, etwa durch zunehmende Hitzeperioden oder Starkregen. Diese Erkenntnisse bilden eine wichtige Grundlage, um später passgenaue Maßnahmen ableiten zu können.
In zwei interaktiven Runden diskutierten die Teilnehmenden anschließend konkrete Lösungsansätze. Dabei wurden sowohl Handlungsvorschläge aus vorangegangenen Expertengesprächen aufgegriffen als auch neue Ideen entwickelt. Ein besonderer Fokus lag darauf, naturbasierte Maßnahmen zu identifizieren wie etwa Entsiegelung, Begrünung oder der Rückhalt von Wasser in der Fläche.
Zugleich wurde die besondere Rolle des Westerwaldkreises betrachtet: Welche Maßnahmen kann der Kreis selbst – etwa im Rahmen seiner Vorbildfunktion – umsetzen? Wo kann er andere Akteure bei der Klimaanpassung unterstützen? Diskutiert wurden Ideen wie Beratung und Sensibilisierung, die Bereitstellung relevanter Daten sowie die übergeordnete Koordination von Kooperationen.
Das Erstellen des Klimaanpassungskonzepts wird vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) gefördert und erfolgt voraussichtlich bis September 2027. (Westerwaldkreis) 

Kategorie: Bunte Meldungen
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