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Autofahrerinnen und Autofahrer brauchten auch in den Sommerferien 2026 auf den Autobahnen in Rheinland-Pfalz vielerorts Geduld. Insgesamt registrierte der ADAC während des Ferienzeitraums 4.540 Kilometer Stau. Damit fiel die Staubelastung geringer aus als im Vorjahr: Im vergleichbaren Zeitraum 2025 hatten sich die Staus noch auf knapp 5.000 Kilometer summiert. Auch die Zahl der registrierten Staus ging zurück. Insgesamt zählte der ADAC während der Sommerferien rund 2.800 Staus auf den rheinland-pfälzischen Autobahnen.

„Die Verkehrslage hat sich gegenüber dem Vorjahr etwas entspannt. Dennoch zeigen die Zahlen, dass die Autobahnen in Rheinland-Pfalz während der Hauptreisezeit weiterhin stark belastet sind“, sagt Christian Schmidt, Leiter Mobilität und Umwelt beim ADAC Mittelrhein. „Gerade wenn Urlaubs-, Berufs- und Wochenendverkehr zusammentreffen, müssen Reisende weiterhin mit erheblichen Verzögerungen rechnen.“ Besonders deutlich zeigte sich das an den Freitagen. Auf diesen Wochentag entfielen während der Ferien insgesamt 1.311 Staukilometer und damit fast 30 Prozent der gesamten Staulänge. Kein anderer Wochentag war stärker belastet. Deutlich ruhiger verlief der Verkehr dagegen an den Wochenenden, insbesondere samstags.

„Der Freitag ist traditionell ein kritischer Reisetag. Zum normalen Berufsverkehr kommen dann Wochenendpendler und viele Urlauber hinzu, die in die Ferien starten oder bereits auf der Rückreise sind“, sagt Christian Schmidt. Wer bei seiner Reiseplanung flexibel sei, sollte deshalb insbesondere die stark frequentierten Zeiten am Freitagnachmittag meiden.

A61 mit Abstand am stärksten belastet

Die meisten Staukilometer entfielen während der Sommerferien auf die A61. Dort summierten sich die Behinderungen auf insgesamt 2.102 Kilometer. Damit entstand nahezu jeder zweite Staukilometer des Ferienzeitraums auf dieser Autobahn. Es folgten die A65 mit 704 Kilometern und die A3 mit 359 Kilometern.

Der längste Einzelstau der Ferien wurde am Freitag, 17. Juli, registriert. Auf der A3 zwischen Bad Honnef/Linz und Idstein erreichte der Stau eine Länge von 24 Kilometern. Bereits am 3. Juli hatte sich der Verkehr auf der A6 zwischen Grünstadt und Schwetzingen/Hockenheim auf bis zu 23 Kilometer gestaut.

„Auch wenn die Gesamtbilanz in diesem Jahr etwas günstiger ausfällt, bleiben längere Staus während der Sommerferien kaum vermeidbar“, so Schmidt. Der ADAC empfiehlt Reisenden, die aktuelle Verkehrslage vor Fahrtbeginn zu prüfen, ausreichend Zeit einzuplanen und – wenn möglich – besonders belastete Reisezeiten zu umgehen.

Autobahnen mit der größten Staubelastung während der Sommerferien
A61: 2.102 Kilometer
A65: 704 Kilometer
A3: 359 Kilometer

Wochentage nach gesamter Staulänge
Freitag: 1.311 Kilometer
Donnerstag: 690 Kilometer
Dienstag: 630 Kilometer
Mittwoch: 584 Kilometer
Montag: 520 Kilometer
Sonntag: 508 Kilometer
Samstag: 297 Kilometer

Längste Staus während der Sommerferien
Freitag, 17. Juli: 24 Kilometer auf der A3 zwischen Bad Honnef/Linz und Idstein
Freitag, 3. Juli: 23 Kilometer auf der A6 zwischen Grünstadt und Schwetzingen/Hockenheim
Mehrfach wurden auf der A61 Staus von bis zu 16 Kilometern registriert.

So ermittelt und zählt der ADAC die Staus:
Der ADAC nutzt zur Stauermittlung Floating Car Data in Echtzeit. Täglich werden im Durchschnitt mehr als 1,2 Milliarden Positions- und Geschwindigkeitsinformationen von Lkw-Flotten sowie Nutzern von Smartphone-Apps verarbeitet. Ergänzt um Baustelleninformationen werden diese Daten zur aktuellen Verkehrslage verarbeitet und für die ADAC Staubilanz ausgewertet. (ADAC Mittelrhein) 

Kategorie: Bunte Meldungen
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