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Arbeitslosenquote beträgt 4,8 Prozent – Arbeitsmarkt bleibt in Bewegung

Der September sorgte im Bezirk der Agentur für Arbeit Rhein-Wied-Westerwald für einen weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit. Bereits im August war die Arbeitslosigkeit leicht zurückgegangen. Die Zahl der arbeitslosen Personen ist gegenüber dem Vormonat um 367 auf 17.164 gesunken. Im Vergleich zum September des Vorjahres sind allerdings 181 Menschen mehr arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 4,8 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkte niedriger als im August, jedoch 0,1 Punkte über dem Vorjahreswert.
„Der September bringt eine leichte Entspannung auf dem regionalen Arbeitsmarkt“, erklärt Elmar Wagner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rhein-Wied-Westerwald. “Das mildert den Anstieg zum Vorjahr insgesamt etwas ab, aber bei genauer Betrachtung nur in der Grundsicherung und nicht im Bereich der Arbeitslosenversicherung.“


Denn die anhaltende Rezension hat vor allem langjährig Beschäftigte mit Anspruch auf Arbeitslosengeld getroffen. Diese werden in der Arbeitsagentur betreut und ihre Zahl ist im Jahresverlauf um 655 auf 7.855 gestiegen (plus 9,1 Prozent). In den Jobcentern hingegen reduzierte sich die Zahl der arbeitslosen Menschen – auch wegen rückläufiger Zugänge von Geflüchteten - seit dem Vorjahr um 474 auf 9.279 (minus 4,9 Prozent).
Zu den Zielgruppen mit besonderem Augenmerk zählen die jüngeren Arbeitslosen unter 25 Jahren. Ihre Zahl ging im September um 86 auf 1.808 zurück. Trotz dieses Rückgangs im Monatsverlauf sind derzeit noch 196 junge Menschen mehr arbeitslos als vor einem Jahr (plus 12,2 Prozent).
Besonders im Fokus bleibt auch die Entwicklung der Langzeitarbeitslosigkeit. Im September waren im Bezirk 5.486 Menschen länger als ein Jahr arbeitslos. Das sind 37 weniger als im August, jedoch 166 mehr als im September 2025. Dies entspricht einem Anstieg um 3,1 Prozent in den vergangenen 12 Monaten. Damit ist aktuell fast jeder dritte Arbeitslose im Bezirk langzeitarbeitslos.
„Je länger die Phase ohne Job dauert, desto wichtiger werden individuelle Unterstützung, Qualifizierung und oft auch eine wirksame Aktvierung. Denn bei wahrnehmbarer Motivation und hohem Engagement eröffnen sich auch für Menschen mit längeren Erwerbsunterbrechungen konkrete Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt“, sagt Elmar Wagner.
Denn der Arbeitsmarkt bleibt auch auf der Nachfrageseite in Bewegung. Im September wurden dem Arbeitgeber-Service 878 neue Arbeitsstellen gemeldet. Der Jobangebot liegt mit 5.457 gemeldeten Arbeitsstellen aktuell 150 Stellen über dem Vorjahreswert.
Wer aktuell im Agenturbezirk eine Beschäftigung sucht, für den bietet die 3. Neuwieder Jobmesse am Freitag, den 23. Oktober von 10 bis 16 Uhr im neu eröffneten Deichherz eine gute Gelegenheit, sich zu informieren und mit potenziellen Arbeitgebern ins Gespräch zu kommen.
Auch die Agentur für Arbeit Rhein-Wied-Westerwald ist vor Ort. Interessierte können sich über berufliche Möglichkeiten informieren, passende Stellenangebote entdecken und sich zu Ausbildung und beruflicher Entwicklung beraten lassen. Außerdem bietet die Arbeitsagentur einen Check von Bewerbungsmappen an. „Die Berufsmesse ist eine gute Möglichkeit, die eigenen Optionen ganz unmittelbar auszuloten. Wer sich beruflich verändern möchte, eine neue Stelle sucht oder über eine Ausbildung nachdenkt, kann hier unkompliziert mit Betrieben in Kontakt kommen.“, sagt Elmar Wagner.
Und so hat sich die Arbeitslosigkeit in den vier Landkreisen des Agenturbezirks entwickelt:
Im Kreis Altenkirchen sind derzeit 4.212 Menschen ohne Job – 116 weniger als im Vormonat und 74 weniger als im Vorjahr. Die Quote liegt derzeit bei 5,8 Prozent und ist im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Punkte gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist sie ebenfalls um 0,1 Prozentpunkte gesunken.
Im Kreis Neuwied sind aktuell 5.681 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 80 weniger als im August und 225 mehr als im September 2025. Die Arbeitslosenquote ist mit 5,5 Prozent um 0,1 Punkte zum Vormonat gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr ist sie um 0,2 Prozentpunkte gestiegen.
Im Rhein-Lahn-Kreis sind 2.799 Personen arbeitslos. Das sind 79 weniger als im August und 43 weniger als im Vorjahr. Die Quote ist in den vergangenen Wochen von 4,3 auf 4,2 Prozent gesunken und liegt damit auf dem Wert des Vorjahres.
Im Westerwaldkreis sind Ende September 4.472 Männer und Frauen ohne Erwerbstätigkeit gemeldet. Das sind 92 Personen weniger als vor einem Monat und 73 mehr als vor einem Jahr. Die Quote sinkt im Monatsverlauf um 0,1 Prozentpunkte auf 3,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ist sie gleichgeblieben. (Bundesagentur für Arbeit) 

Kategorie: Veranstaltungen, Kunst und Kultur
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