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Der TTC Zugbrücke Grenzau hat im Kampf gegen den Abstieg einen immens wichtigen Sieg eingefahren: Die Westerwälder schlugen am Montagabend den Tabellensechsten Borussia Dortmund mit 3:1 und verließen damit vorerst die Abstiegsränge. Feng Yi-Hsin mit zwei Einzelsiegen und Luka Mladenovic sorgten für den von den Fans lautstark gefeierten Heimsieg. Und schon in zwei Tagen geht es an gleicher Stelle in den nächsten Krimi, wenn am Mittwoch um 19 Uhr der TTC OE Bad Homburg in der Zugbrückenhalle zu Gast ist.

Im ersten Einzel traf Grenzaus Spitzenspieler Feng Yi-Hsin auf den Ex-Grenzauer Alberto Mino, der auch gleich den ersten Satz für sich entscheiden konnte (11:7). Feng gab aber schnell die passende Antwort: Der Taiwanese holte Durchgang zwei mit 11:4 und führte im dritten Satz bereits mit 7:2, als er für einige Punkte den Faden verlor. Mino konnte ausgleichen, später mit 9:8 in Führung gehen, den Durchgang aber nicht nach Hause bringen (9:11). Das war die Vorentscheidung zu Gunsten der Gastgeber, denn im vierten Satz ließ Feng nichts mehr anbrennen (11:4) und besorgte dem TTC die wichtige Führung.

Die Favoritenrolle in der zweiten Partie gehörte dann Dortmunds Spitzenspieler Kristian Karlsson. Der Schwede lag gegen Maciej Kubik im Satzfinale von Durchgang eins zurück, setzte sich aber noch mit 12:10 durch. Die nächsten beiden Sätze liefen dann deutlicher - zunächst für Kubik (11:6), dann für Karlsson (11:3). Mehr als ein Satzgewinn war aber nicht drin für Grenzau, der Pole musste sich nach einem 7:11 im vierten Satz mit 1:3 geschlagen geben.

Im so oft vorentscheidenden dritten Spiel traf Luka Mladenovic auf den in dieser Saison noch sieglosen Cedric Nuytinck, der den Luxemburger in der Vorsaison jedoch geschlagen hatte. Eine Partie auf Augenhöhe, die sich entsprechend ausgeglichen entwickelte. Mit 11:8 und 11:9 gingen die beiden ersten Sätze an Mladenovic, den dritten und vierten holte sich Nuytinck jeweils mit 11:9. Das Momentum aber holten sich die Gastgeber wieder zurück: Mit 11:7 gewann der Grenzauer die Partie und sorgte so für eine Garantie auf das Schlussdoppel.

Feng Yi-Hsin hatte nun aber auch die Chance, mit einem Sieg im Duell der beiden Einser gegen Kristian Karlsson die Partie vorzeitig zu entscheiden. Der Schwede hatte jedoch etwas dagegen, erspielte sich eine 2:0-Satzführung (13:11, 11:8) und wirkte sehr stabil in seinem Spiel. Doch Feng darf man eben nie abschreiben. Grenzaus Spitzenspieler kam immer besser ins Spiel, glich mit 11:9 und 12:10 aus und nahm diesen Schwung auch mit in den Entscheidungssatz. Der ging am Ende mit 11:5 an den TTC - der vielumjubelte Heimsieg war unter Dach und Fach.

„Eine tolle Mannschaftsleistung, aus der Feng mit seinen zwei Siegen natürlich hervorsticht“, sagte TTC-Manager Markus Ströher. „Ich bin mega glücklich. Zumal es im vierten Einzel schon danach aussah, als würden wir ins Doppel gehen. Aber was Feng und Karlsson dann gespielt haben, war wirklich ganz stark. So gut habe ich Feng hier gefühlt noch nie gesehen. Der Blick geht jetzt aber direkt nach vorne zum wichtigen Spiel hier in Grenzau gegen Bad Homburg am Mittwoch. Da müssen wir dann unbedingt nachlegen.“

TTC Zugbrücke Grenzau - Borussia Dortmund 3:1

Feng Yi-Hsin - Alberto Mino 7:11, 11:4, 11:9, 11:4; Maciej Kubik - Kristian Karlsson 10:12, 11:6, 3:11, 7:11; Luka Mladenovic - Cedric Nuytinck 11:8, 11:9, 9:11, 9:11, 11:7; Feng Yi-Hsin - Kristian Karlsson 11:13, 8:11, 11:9, 12:10, 11:5.

Redaktion: Tom Neumann

Kategorie: Sport Regional
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