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17.08.2026 24°C

Natürlich macht die langanhaltende Trockenheit den Blumen und Wildkräutern zu schaffen, doch sie schlagen sich recht tapfer auf den Flächen und sind nicht nur Farbtupfer, sondern auch Nahrungsquelle und Lebensumfeld. Durch ihr tiefes Wurzelwerk kommen viele Arten wesentlich besser mit der Trockenheit zurecht als herkömmliche Rasenflächen.
Fingerhut, Sonnenblume, Wegwarte, Kornblume, Johanniskraut, Sauerampfer und noch vieles mehr, Stadtgärtner Alexander Reinhardt kann auf dem Friedhof in Dietkirchen auf ein buntes Feld schauen. Die Fläche hat er im Frühjahr mit Samen aus Wildblumen und Kräutern ausgesät. Nun steht alles in voller Pracht. Rund 1000 Quadratmeter sind es, auf denen die Blumen und Kräutern dicht stehen. „Von den Angehörigen, die Gräber auf dem Friedhof besuchen, gibt es nur positive Rückmeldungen“, erzählt Reinhardt.

Die Wiese mit Wildblumen und Kräutern gibt nicht nur optisch etwas her und ist eine deutliche Aufwertung gegenüber den Grasflächen, sondern auch ein Lebensort, vor allem für Insekten. Im Herbst wird die Blütenpracht verschwinden, doch die Pflanzen bleiben Lebensort für Insekten und kleine Tiere. Die Blumen und Kräuter trocknen nach Angaben von Reinhardt ein und werfen Samen aus. Bis zum Frühjahr werden die Pflanzen stehen bleiben, dann werden sie gemulcht und als Biomasse weiter genutzt. Den Vögeln dient die Wiese durchgehend auch als Nahrungs- und Rückzugsraum.
Vor der ersten Aussaat des Samens hatte Reinhardt die Wiesenfläche gefräst und somit vorbereitet. Ist erst einmal ausgesät, hält sich der Pflegeaufwand in engen Grenzen. Die Blumen- und Kräuterwiese bleibt sich überlassen. Gerade durch die geringen Eingriffe eignet sie sich als natürlicher Lebensraum.
Die Fläche auf dem Friedhof in Dietkirchen ist nicht die einzige, die in diesem Jahr von Reinhardt neu als Wildblumen- und Kräuterwiese angelegt wurde. Jeder Stadtteil bis auf Ahlbach verfügt auf seinem Friedhof über eine entsprechende Fläche. Diese sind unterschiedlich groß, zwischen 1000 Quadratmetern in Dietkirchen und 100 Quadratmetern in Offheim und Staffel. In Linter ist statt auf dem Friedhof eine Fläche auf dem ehemaligen Spielplatz direkt vor dem Friedhof angelegt worden.
Derzeit sind die Ortsbeiräte dazu aufgefordert, Flächen zu benennen, die als Blühstreifen genutzt werden sollen. Anschauungsmaterial sind für sie mit den von der Stadtgärtnerei angelegten Flächen schon einmal vorhanden. Stadtgärtner Alexander Reinhardt hat schon Vorstellungen, wie sich die von ihm angelegten Flächen weiter entwickeln können. Auf den meisten Friedhöfen besteht noch Flächenpotenzial, um auf weiteren Flächen Wildblumen und Kräuter zu säen.
Die Änderung der Begräbniskultur, immer mehr Urnengräber statt der Erdbestattungen, lässt den Flächenbedarf zurückgehen. Und Reinhardt denkt auch über Wildblumen- und Kräuterwiesen hinaus, er hat Stauden im Blick, mit denen er auf den Friedhöfen Beete anlegen beziehungsweise bestücken möchte. In Lindenholzhausen hat er schon einmal damit angefangen.
Wie das einmal werden könnte, lässt sich auf dem Limburger Hauptfriedhof bewundern. Dort werden seit über zwei Jahren Blühflächen angelegt. Rund 3000 Quadratmeter ist dort die Wildblumenfläche groß und sie soll noch erweitert werden. Auch gibt es dort schon verschiedene kleinere Bereiche, die als Staudenbeete angelegt wurde. Inzwischen gibt es dort auch zwei Insektenhotels. (Quelle Stadtverwaltung Limburg)

Weitere Nachrichten aus dem Westerwald

Großholbach und Industriegebiet Heiligenroth 23. August zeitweise ohne elektrische Energie

HAHN AM SEE. Am Sonntag, 23. August, wartet die Energienetze Mittelrhein (enm) das Stromnetz in Großholbach und dem Industriegebiet Heiligenroth. Für diese Arbeiten schaltet die enm, die Netzgesellschaft in der Unternehmensgruppe Energieversorgung Mittelrhein (evm-Gruppe) – zur Sicherheit der Monteure – die Stromversorgung in der Zeit von 6.00 Uhr bis etwa 9.00 Uhr ab. Dadurch kann es im Umkreis des Gebiets auch zu Beeinträchtigungen im Telekommunikationsnetz kommen, die sowohl Festnetztelefone, als auch Internetzugang und Mobilfunk betreffen. (evm) 

Höchstenbacher Kirche wird renoviert und ist künftig flexibler nutzbar

Umfangreiche Arbeiten im Inneren haben begonnen – Neuer Boden, neue Heizung und Elektrik
Westerwaldkreis. Die Evangelische Kirche Höchstenbach gleicht einer Großbaustelle: Der Boden besteht aus Schutt und Steinen; der Altarraum ist großflächig abgehangen, ein Bagger schaufelt Brocken vom Boden. Kurz: Hier wird hart gearbeitet. Das Innere des rund 800 Jahre alten Gotteshauses wird seit Juli umfangreich erneuert. Spätestens im nächsten Frühjahr sollen die Arbeiten beendet sein.

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Fachbereichskonzert der Kreismusikschule in Bad Marienberg

Ein musikalischer Nachmittag voll vielfältiger Eindrücke erwartet alle Freunde der klassischen Musik am 22. August im Forum Bad Marienberg. Ab 15 Uhr präsentieren Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit dem Kollegium der Kreismusikschule Westerwald beim Jahreskonzert die große Bandbreite des Fachbereichs Klassik.
Das abwechslungsreiche Programm führt das Publikum durch verschiedene Epochen und Stilrichtungen. Ob Streicher, Flöten oder Gitarren – die Musiker zeigen ihr Können sowohl solistisch als auch in unterschiedlichen Ensemblebesetzungen. Für einen besonderen Akzent sorgen die Kinder der Elementaren Früherziehung, die das Konzert mitgestalten und den musikalischen Nachwuchs der Kreismusikschule präsentieren. Gemeinsam werden Volkslieder und Kinderlieder aus verschiedenen Ländern dargeboten.
Die Veranstaltung erfolgt in Kooperation mit dem Kulturring Bad Marienberg. Der Eintritt ist frei. Über Spenden zugunsten der Kreismusikschule Westerwald freuen sich die Mitwirkenden. (Westerwaldkreis) 

A3: Bau der Grünbrücke bei Oberhaid startet in Kürze

Die Niederlassung West der Autobahn GmbH des Bundes beginnt im September 2026 zwischen der Anschlussstelle (AS) Dierdorf und der AS Ransbach-Baumbach in Höhe der Ortsgemeinde Oberhaid mit dem Bau einer Grünbrücke und realisiert damit die Überführung des Wildtierwechsels über die A3. Mit dem Neubau der Wildbrücke sollen wichtige, bislang durch die Autobahn zerschnittene Lebensräume heimischer Wildtiere wieder vernetzt werden. Die bauliche Umsetzung der Gesamtmaßnahme ist nach jetzigem Planungsstand in sechs Bauabschnitte unterteilt. Die Baumaßnahme umfasst den Neubau der Grünbrücke, das Anlegen eines Irritationsschutzes für Wildtiere auf der Brücke und die Bepflanzung des Überbaues sowie die Anpassung der Entwässerungssysteme im direkten Umfeld. Bei planmäßigem Bauablauf soll die Grünbrücke voraussichtlich Ende 2029 fertiggestellt sein.

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Grabschmuck in Bretthausen gestohlen

Bretthausen (ots)

Im Zeitraum von Samstag, dem 08.08.2026, bis zum Montag, dem 10.08.2026, kam es auf dem Friedhof von Bretthausen zum Diebstahl von Grabschmuck. Zeugen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge im genannten Zeitraum festgestellt haben, werden gebeten sich bei der Polizei Westerburg zu melden. Des Weiteren werden die Geschädigten der betroffenen Grabstätten um Kontaktaufnahme mit der Polizei Westerburg ersucht. (Polizei Westerburg) 

Joanna Tallmann pulverisiert eigenen Streckenrekord

Monschau/Waldbreitbach – Joanna Tallmann vom VfL Waldbreitbach gewinnt zum wiederholten Mal die längste Strecke beim Klassiker Monschau-Marathon und unterbietet ihren eigenen Streckenrekord aus dem Jahr 2023 um achtzehn Minuten.

Die Regenerationszeit nach ihrem fulminanten Sieg über die längste Strecke des Zugspitz-Ulratrails über 107 km und 5.280 Höhenmeter im Juni war nur kurz, aber offensichtlich lange genug. Anspruchsvolle 70 km, darunter zahlreiche Eifel-Trails, gespickt mit 1.100 Höhenmetern, lautete die aktuelle Aufgabe für die vierunddreißigjährige Rahmserin. Fit gemacht hatte sie sich im ständigen Auf und Ab zwischen den Höhen und Tiefen des Wiedtals und seiner Seitentäler.

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