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Betzdorf: Ex-Bürgermeister wegen Untreue angeklagt
Hübingen: Familienferiendorf nach Insolvenz gerettet
Waldernbach: Rund 158.000 Euro für neuen Spielplatz und Kirchenvorplatz
Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat Anklage gegen den früheren Bürgermeister der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain und einen leitenden Beamten erhoben. Beiden wird Untreue im besonders schweren Fall vorgeworfen. Der Ex-Bürgermeister soll einem Beamten über mehrere Jahre keine Aufgaben zugewiesen haben, obwohl dieser weiterhin sein volles Gehalt erhielt. Insgesamt soll es um rund 350.000 Euro gehen. Dem leitenden Beamten werden zudem Unregelmäßigkeiten bei der Nutzung von vier Elektroautos und nicht abgeführte Nebentätigkeitsvergütungen vorgeworfen. Die möglichen finanziellen Nachteile durch die Fahrzeuge beziffern die Ermittler auf rund 58.000 Euro. Über die Zulassung der Anklagen müssen nun die zuständigen Gerichte entscheiden.
Das Familienferiendorf in Hübingen ist nach einem Jahr im Insolvenzverfahren gerettet. Die Gläubiger haben dem Sanierungsplan einstimmig zugestimmt, auch das Amtsgericht Montabaur hat ihn bereits bestätigt. Damit bleibt der Betrieb des Feriendorfs erhalten und alle rund 30 Arbeitsplätze sind gesichert. Möglich wurde die Rettung unter anderem durch Spenden in Höhe von 350.000 Euro, die für die Entschuldung und die Finanzierung des Betriebs eingesetzt werden. Der Verein kann nach Abschluss des Verfahrens wieder eigenständig wirtschaften.
Die Gemeinde Mengerskirchen erhält rund 158.000 Euro Fördermittel für die Neugestaltung des Spielplatzes an der Kirchstraße und des Kirchenvorplatzes in Waldernbach. Ziel des Projekts ist es, den Ortskern aufzuwerten, die Barrierefreiheit zu verbessern und einen attraktiven Spielbereich zu schaffen. Die Förderung deckt 85 Prozent der förderfähigen Kosten ab. Mengerskirchen gehört noch bis Ende 2028 zu den anerkannten Förderschwerpunkten des hessischen Dorfentwicklungsprogramms.
Altenkirchen (ots)
Am Donnerstag, 22.10.2026, gegen 10:45 Uhr, befuhr ein 54-jähriger Mann mit seinem Pkw Citroen die B 256 in der Gemarkung Altenkirchen, in Fahrtrichtung Flammersfeld. Als er die Fußgängerbrücke zwischen dem Kiefernweg und der Philipp-Reis-Straße durchfuhr, bemerkte er einen Schlag an seinem Fahrzeug und musste feststellen, dass der rechte Außenspiegel seines Pkw beschädigt wurde. Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurde durch einen unbekannten Täter ein ca. 40 cm langer Ast von der Brücke in Richtung des Fahrzeuges des Geschädigten geworfen, wodurch es zu dem Sachschaden kam. Bei dem Beschuldigten soll es sich um eine männliche, schlanke Person, ca. 180 cm groß gehandelt haben. Bekleidet war sie mit einem grünen Oberteil, vermutlich Kapuzenpullover oder -jacke und einer blauen Jeanshose. Es wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Die Polizei Altenkirchen bittet um Hinweise. (Polizei Altenkirchen)
Montabaur (ots)
Am Abend des 22.10.2026 führten Beamte der Polizeiinspektion Montabaur intensive Verkehrskontrollen im gesamten Dienstgebiet durch. Dadurch konnten drei verkehrsrechtliche Verstöße festgestellt und geahndet werden.
Gegen 18:30 Uhr wurde in Welschneudorf ein 27-jähriger Fahrzeugführer aus der Verbandsgemeinde Bad Ems / Nassau kontrolliert, der sein Fahrzeug unter Drogeneinfluss führte. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen und die Weiterfahrt untersagt.
Gegen 23:10 Uhr wurde in Mogendorf ein 43-jähriger E-Scooter Fahrer aus der Verbandsgemeinde Wirges einer Verkehrskontrolle unterzogen, der unter Alkoholeinwirkung stand. Mit ihm wurde ein gerichtsverwertbarer Atemalkoholtest durchgeführt und die Weiterfahrt untersagt.
Gegen 23:55 Uhr wurde in Höhr-Grenzhausen ein 39-jähriger Fahrzeugführer aus der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen kontrolliert, der seinen Pkw unter Drogeneinfluss führte. Auch ihm wurde eine Blutprobe entnommen und die Weiterfahrt untersagt. Allen drei Verkehrsteilnehmern erwartet ein Ordnungswidrigkeitenverfahren mit empfindlichen Bußgeldern. (Polizei Montabaur)
Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat Anklage gegen den früheren Bürgermeister der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain und einen leitenden Beamten erhoben. Beiden wird Untreue im besonders schweren Fall vorgeworfen. Der Ex-Bürgermeister soll einem Beamten zwischen 2017 und 2022 keine Aufgaben zugewiesen haben, obwohl dieser sein volles Gehalt von insgesamt rund 350.000 Euro erhielt. Dem leitenden Beamten werden unter anderem Unregelmäßigkeiten bei der Nutzung von 4 Elektroautos und nicht abgeführte Nebentätigkeitsvergütungen vorgeworfen. Die Ermittler beziffern mögliche finanzielle Nachteile im Zusammenhang mit den Fahrzeugen auf rund 58.000 Euro. Weitere Vorwürfe, darunter ein Verdacht auf Subventionsbetrug, wurden mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt. Über die Anklagen müssen nun die zuständigen Gerichte entscheiden. (Staatsanwaltschaft Koblenz / RWW)
Linkenbach/Urbach (ots)
Am heutigen morgen wurde die Autobahnpolizei Montabaur gegen 06:36 Uhr über einen umgekippten LKW mit Siloanhänger auf der BAB 3, Fahrtrichtung FfM bei km 60,5 in der Gem. Urbach/Linkenbach in Kenntnis gesetzt. Der LKW solle über den mittleren und rechten Fahrstreifen bis auf den Grünstreifen liegen. Kurz später wurde mitgeteilt, dass der 30 jährige Fahrer den LKW augenscheinlich unversehrt verlassen habe. An dem aus dem Zulassungsbereich Recklinghausen kommenden Sattelzug selbst war eine Gefahrguttafel angebracht, nach Aussage des Fahrers sei das Silo auch voll beladen mit einem Ethersulfat (biologisch abbaubare Waschsubstanz), welches der Gefahrstoffklasse 0 zuzuordnen sei. Von der Ladung gehe grundsätzlich keine Gefahr für Mensch oder Umwelt aus.
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Selters: 42-Jähriger wegen schweren sexuellen Missbrauchs angeklagt
Rettersen: Mehr als 100 Fahrer bei Geschwindigkeitskontrollen zu schnell
Westerwald: 1,4 Millionen Euro Fördermittel für regionale Projekte beschlossen
Ein 42-jähriger Mann muss sich wegen des Vorwurfs des schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes verantworten. Der Prozess beginnt jetzt vor dem Landgericht in Koblenz. Laut Anklage soll er in Selters an einem ihm anvertrauten Kind sexuelle Handlungen vorgenommen haben. Dabei soll es auch zu einem Eindringen in den Körper gekommen sein.
Bei Geschwindigkeitskontrollen auf der B 8 bei Rettersen hat die Polizei zahlreiche Verstöße festgestellt. Insgesamt waren 106 Fahrer schneller unterwegs als erlaubt. Die betroffenen Fahrer müssen nun mit Verwarnungen oder Bußgeldern rechnen. Die Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Verkehrssicherheit auf der Bundesstraße zu erhöhen.
Die Lokale Aktionsgruppe Westerwald hat Fördermittel in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro für regionale Projekte beschlossen. Unterstützt werden unter anderem ein geplanter Lebensmittelladen in einer ehemaligen Kirche in Hof sowie neue Treffpunkte in Krümmel und Neustadt. Auch die Modernisierung des Pfadfinderzentrums in Westernohe erhält finanzielle Unterstützung. Weitere Förderempfehlungen betreffen einen Spieleladen in Bad Marienberg, einen Ort für Abschied und Begegnung in Willingen sowie den Ausbau der Dorfgemeinschaftshalle in Moschheim. Insgesamt wurden acht Vorhaben ausgewählt. Neue Förderanträge für weitere Projekte sind im Landesprogramm weiterhin möglich.