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Bei frühsommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein hat die Freiwillige
Feuerwehr Weidenhahn am Maifeiertag zahlreiche Gäste rund um das Feuerwehrgerätehaus
begrüßt. Der Familientag, der längst fester Bestandteil des örtlichen Veranstaltungskalenders
ist, entwickelte sich auch in diesem Jahr zu einem lebendigen Treffpunkt für Bürgerinnen und
Bürger, Wandergruppen und Familien aus der gesamten Region.


Schon am Vormittag wurde deutlich, welche Rolle die Veranstaltung im Dorfleben spielt:
Viele Wanderer nutzten den 1. Mai für eine Tour durch die Umgebung und legten bewusst
einen Zwischenstopp bei der Feuerwehr ein. Zwischen Fahrzeugausstellung,
Verpflegungsangebot und Mitmachaktionen entstand eine offene, ungezwungene
Atmosphäre, die zum Verweilen einlud.
„Ein großes Dankeschön an die vielen Gäste und Wanderer, die heute bei bestem Maiwetter
bei uns Halt gemacht haben“, betonte Michael Ferdinand, 1. Vorsitzender des Fördervereins
der Feuerwehr Weidenhahn, zu Beginn einer der Programmpunkte. „Genau solche Tage
zeigen, wie wichtig diese Begegnungen für unser Dorf sind.“

Nachwuchsarbeit im Mittelpunkt
Ein besonderer Fokus lag am Nachmittag auf der Jugendfeuerwehr, die mit einer realitätsnah
inszenierten Schauübung ihr Können unter Beweis stellte. In einem nachgestellten
Einsatzszenario wurde ein Brand im Obergeschoss des Feuerwehrhauses angenommen –
verbunden mit der Aufgabe, eine eingeschlossene Person zu retten.
Unter den Augen der zahlreichen Zuschauer arbeitete sich die Mannschaft Schritt für Schritt
durch die Lage: Während der Gruppenführer die Erkundung übernahm, bereitete sich die
Einheit hinter dem Fahrzeug auf ihren Einsatz vor. Schnell wurde klar, dass das Treppenhaus
als Fluchtweg nicht nutzbar war – die Rettung musste über die Leiter erfolgen.
„Das Treppenhaus steht unter Feuer, ein Vorgehen ist nur über die Leiter möglich“, beschrieb
Ferdinand die angenommene Lage für das Publikum und führte damit durch die Übung.
In enger Abstimmung bauten Angriffs- und Schlauchtrupp die Leiter auf, während parallel die
Wasserversorgung sichergestellt wurde. Jeder Handgriff saß – von der Leiterkontrolle bis zum
Setzen des Verteilers. Die anschließende Menschenrettung erfolgte gesichert über das Fenster
im ersten Obergeschoss, wobei besonders auf die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften
geachtet wurde.
„Das oberste Gebot bei der Feuerwehr ist die Sicherheit“, erklärte Ferdinand. „Deshalb
sichern sich unsere Einsatzkräfte – auch im Übungsfall – konsequent ab.“
Mit Unterstützung der Feuerwehrleine wurde die zu rettende Person kontrolliert über die
Leiter nach unten geführt und dort übernommen. Parallel lief der Außenangriff zur
Brandbekämpfung an. Auch ein tierischer „Patient“ wurde im Rahmen der Übung gerettet und
symbolisch an den Rettungsdienst übergeben – ein Detail, das insbesondere bei den jüngeren
Zuschauern für Aufmerksamkeit sorgte.
Am Ende stand die Meldung, die jede Übung abschließt: „Feuer aus.“

Applaus für die nächste Generation
Die Leistung der Jugendfeuerwehr wurde im Anschluss mit großem Applaus gewürdigt. Für
viele Besucher wurde dabei sichtbar, wie strukturiert und verantwortungsvoll die
Nachwuchsarbeit innerhalb der Feuerwehr organisiert ist.
„Ich denke, das ist einen Applaus wert für unsere Jugendfeuerwehr“, so Ferdinand – ein Satz,
der die Stimmung des Nachmittags treffend zusammenfasste.

Begegnung und Gemeinschaft
Auch abseits der Übung blieb der Familientag ein Ort der Begegnung. Bei kühlen Getränken,
Speisen vom Grill sowie Kaffee und Kuchen kamen die Gäste miteinander ins Gespräch und
ließen den Tag in entspannter Atmosphäre ausklingen.
„Genießen Sie den Tag – es ist für alles gesorgt“, lud Ferdinand die Besucher ein und
unterstrich damit den Charakter der Veranstaltung: unkompliziert, offen und getragen von
ehrenamtlichem Engagement.
So zeigte sich der Familientag in Weidenhahn einmal mehr als das, was er seit Jahren ist: eine
gelungene Verbindung aus Information, Unterhaltung und Gemeinschaft – und zugleich ein
Schaufenster für die Arbeit einer Feuerwehr, die fest im Ort verankert ist und deren Zukunft
längst aktiv gestaltet wird. (Luca Freiberg)