Die Zielsetzung des von der CDU-Kreistagsfraktion angestoßenen Förderprogramm zum Lückenschluss bei alltagstauglichen Rad- und Fußwegen wird von den Ortsgemeinden aufgegriffen. So konnte der Kreisausschuss am vergangenen Montag über die Anträge der Ortsgemeinden Unnau und Wallmerod beraten und positiv bescheiden.
Die Ortsgemeinde Unnau plant den Bau eines Verbindungsweges zwischen den Ortsgemeinden Unnau und Nistertal. Ziel des Vorhabens ist es, eine sichere und funktionale Verbindung sowohl für den landwirtschaftlichen Verkehr als auch für Radfahrer zu schaffen. Diese gemeinschaftlich nutzbare Trasse von 3,50 m Breite (2,50 m für den Radverkehr, Verbreiterung um 1,00 m für landwirtschaftlichen Verkehr) stellt eine wichtige Radwegestrecke zwischen den beiden Ortsgemeinden dar, indem sie zum einen Arbeitnehmerinnen und Arbeiternehmern aus Unnau und Nistertal eine sichere Verbindung zu den jeweiligen Gewerbegebieten und somit zu den dort ansässigen Firmen ermöglicht.
Zum anderen bietet sie den Bürgerinnen und Bürgern eine sichere Radwegeverbindung zu den Einrichtungen in den beiden Gemeinden (Arzt, Apotheke, Freibad, Gastronomie, Supermarkt, Grundschule etc.). Durch den Bau des Radweges wird zudem eine direkte Verbindung zum Bahnhof in Nistertal geschaffen, die vielen Pendlern zugutekommt. Die Gesamtaufwendungen für den Ausbau dieses Verbindungsweges betragen laut Kostenschätzung 1,162 Mio. Euro. Weitere Zuwendungen werden erwartet aus Förderprogrammen des Landes Rheinland-Pfalz über das „Sonderprogramm Stadt und Land“ und über die Wirtschaftswegebauförderung des Dienstleistungszentrum (DLR). Die Restkosten werden von der Ortsgemeinde Unnau aus dem Gemeindehaushalt finanziert.
Zwischen den Ortsgemeinden Wallmerod und Weroth verläuft der Themenradweg „Backesdörfertour“ parallel zur B 8 auf unbefestigtem Grund. Bei der geplanten Radwegebaumaßnahme handelt es sich um einen Lückenschluss unterhalb des REWE-Marktes parallel zur B 8 als Ergänzung zu diesem Themenradweg. Mit der Umsetzung des Vorhabens wird eine verkehrssichere Alltagsradwegeverbindung bei Wallmerod geschaffen, die eine Erhöhung der Mobilität für Personen ohne Kfz, insbesondere zu dem Gewerbegebiet und den Einkaufsmöglichkeiten bietet, sowie eine Entflechtung des Verkehrs darstellt. Die Gesamtaufwendungen für den Ausbau dieses Lückenschlusses betragen laut Kostenschätzung 148.000 Euro. Neben den Zuschüssen des Westerwaldkreises beteiligt sich die Verbandsgemeinde Wallmerod laut Kooperationsvereinbarung mit einem Maximalzuschuss von 20.000 Euro. Die Restkosten werden von der Ortsgemeinde Wallmerod aus dem Gemeindehaushalt finanziert.
Der Kreisausschuss hat beschlossen die Radwegebaumaßnahmen der Ortsgemeinden Unnau und Wallmerod jeweils mit der Maximalförderung von 50.000 Euro zu fördern und in das Alltagsradwegekonzept des Westerwaldkreises aufzunehmen.
Landrat Klaus Lütkefedder und der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Kai Müller zeigten sich davon erfreut, dass die Ortsgemeinden das Förderprogramm des Kreises annehmen. Sie zeigten sich aufgeschlossen dafür, optimierte Lösungen der Ortsgemeinden in das Alltagsradwegekonzept des Westerwaldkreises aufzunehmen. (Karlheinz Boll)



