Nach drei äußerst erfolgreichen Jahren endet im Sommer die Reise für das Trainerteam Thorsten Wörsdörfer und David Meuer bei den Eisbachtaler Sportfreunden - wie alle Seiten hoffen, mit dem Klassenerhalt in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar als finalem i-Tüpfelchen. Ab Sommer wird dann mit Daniel Alves ein alter Bekannter der Eisbären das Traineramt beim Seniorenteam der Sportfreunde übernehmen. Am Mittwochabend wurde der B-Lizenzinhaber erstmals seinem neuen Team vorgestellt.
„Für mich schließt sich ein Kreis“, sagt Daniel Alves über seine Rückkehr nach Nentershausen. Ein Satz, der nicht von ungefähr kommt: Insgesamt fünf Jahre spielte der heute 41-Jährige nämlich Anfang der 2000er-Jahre bereits für die Sportfreunde Eisbachtal. Vom Nachwuchs des SV Elz war er seinerzeit in das B-Junioren-Regionalliga-Team der Eisbären gewechselt und schaffte später im ersten A-Junioren-Jahr prompt den Aufstieg in die A-Junioren Regionalliga. Bei den Sportfreunden sammelte Alves dann auch zwei Jahre lang seine ersten Erfahrungen im Herrenbereich - unter anderem unter dem heutigen Sportlichen Leiter der Westerwälder, Patrick Reifenscheidt, der in der Saison 2005/2006 bei der damaligen SG Eisbachtal/Nentershausen als Teamchef fungierte.
In sechs Saisons in Hadamar und einer Runde in Wirges lief Daniel Alves anschließend dann sogar in der Hessenliga und der damaligen Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar auf, wo er insgesamt auf über 40 Spiele in der fünfthöchsten deutschen Spielklasse kommt. Ab 2014 stieg er dann beim TuS Montabaur als spielender Co-Trainer unter Heiko Weidenfeller ins Trainergeschäft ein und trainiert nunmehr nach weiteren vorherigen Stationen im Kreis Limburg-Weilburg seit Juli 2023 den FC Dorndorf in Hessen, mit dem er aktuell im oberen Tabellendrittel der Gruppenliga Wiesbaden steht. Eigentlich wollte der 41-Jährige im Sommer seine Trainerkarriere ad acta legen. Sein aktueller Verein hatte bereits im Januar angekündigt, dass Alves, der zwei Kinder hat, zum Saisonende aufhören will. Doch Daniel Alves ließ sich eine Hintertür offen: „Eigentlich wollte ich aufhören. Aber ich habe immer wieder gesagt, dass wenn mich jemand in der Region überzeugen kann, weiterzumachen, dann ist es Eisbachtal. Deswegen musste ich gar nicht so lange überlegen als die Anfrage kam“, erklärt Eisbachtals neuer Trainer Daniel Alves und ergänzt: „Als ich die Gespräche mit Eisbachtal hatte, war es ein stückweit wie nach Hause zu kommen. Ich habe da in der Jugend das erste Mal überregional Fußball gespielt und eine sehr gute Ausbildung genossen.“
Eisbachtals Sportlicher Leiter Patrick Reifenscheidt freut sich, dass der Obertiefenbacher für die Westerwälder einen Rückzieher von seinen ursprünglichen Plänen gemacht hat, „Daniel hat uns in den Gesprächen sowohl sportlich als auch menschlich überzeugt. Er kennt den Verein, steht für eine klare Spielphilosophie und bringt die Kompetenz mit, unsere junge Mannschaft weiterzuentwickeln. Wir sind überzeugt, dass er der richtige Mann für unseren Weg ist“, erklärt der Eisbären-Funktionär, der von offenen und zielgerichteten Gesprächen mit Alves vor dessen Verpflichtung spricht. Bei seinem aktuellen Verein, dem FC Dorndorf, habe der neue Eisbären-Coach eine stabile, taktisch gut organisierte Mannschaft geformt und sich als Trainer etabliert und weiterentwickelt, lobt Reifenscheidt, der gleichzeitig eine Besonderheit hervorhebt: „Mit der Verpflichtung von Daniel Alves setzt sich auch eine besondere Vereinslinie fort, denn auch die Cheftrainer der vergangenen Jahre haben zuvor selbst immer das Eisbachtal-Trikot getragen und die Vereins-DNA auf und neben dem Platz verinnerlicht.“
Bis Daniel Alves aber das Traineramt bei den Eisbachtalern im Sommer übernimmt, drückt er dem bisherigen Team samt Trainergespann Thorsten Wörsdörfer und David Meuer die Daumen, dass der Klassenerhalt in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar gelingt. (Sportfreunde Eisbachtal)



