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Die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Rhein-Wied-Westerwald ist im Mai erneut gesunken. Insgesamt waren im Monatsverlauf 17.284 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 334 Personen weniger als im April. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 4,8 Prozent.
„Der Arbeitsmarkt zeigt im Mai weiterhin eine positive Tendenz – die saisonale Frühjahrsbelebung sorgt in vielen Bereichen wieder für mehr Bewegung“, erklärt Elmar Wagner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rhein-Wied-Westerwald.
Im Mai konnten 1.316 Menschen ihre Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit beenden. Gleichzeitig meldeten sich 1.367 Menschen aus einer Beschäftigung heraus arbeitslos.


Deutlich rückläufig entwickelte sich die Arbeitslosigkeit bei ausländischen Bürgerinnen und Bürgern. Ihre Zahl sank im Mai um 151 Personen beziehungsweise 2,8 Prozent auf 5.197. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich sogar ein Rückgang um 405 Personen. Dieser Rückgang um 7,2 Prozent bei den ausländischen Arbeitslosen ist eine auffällig positive Entwicklung bei der Differenzierung nach besonderen Zielgruppen.
„Der Arbeitsmarkt ist seit längerem auf ausländische Erwerbspersonen angewiesen und die Entwicklung zeigt, dass die Integration in Beschäftigung zunehmend besser gelingt“, so Wagner. „Sprache, Qualifizierung und individuelle Beratung bleiben dabei die entscheidenden Schlüssel für eine nachhaltige Eingliederung in den Arbeitsmarkt.“
Die Zahl der Langzeitarbeitslosen liegt hingegen auf hohem Niveau. Insgesamt waren 5.538 Menschen länger als ein Jahr arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vormonat ging die Zahl um 51 Personen leicht zurück, im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich jedoch ein Anstieg um 369 Personen beziehungsweise 7,1 Prozent.
Positive Signale sendet der Stellenmarkt. Unternehmen meldeten im Mai 971 neue Arbeitsstellen und damit 8,7 Prozent mehr als im April. Insgesamt befinden sich aktuell 5.438 offene Stellen im Bestand der Arbeitsagentur Rhein-Wied-Westerwald. Dies ist ein Zuwachs des Jobangebots um 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Besonders gesucht werden Fachkräfte in den Bereichen Gesundheit und Pflege, Handwerk und dem Dienstleistungssektor, wobei es sich bei letzterem oftmals um Angebote von Zeitarbeitsfirmen handelt.
Für die kommenden Wochen rechnet die Agentur für Arbeit weiterhin mit einer stabilen Entwicklung am regionalen Arbeitsmarkt. Saisonale Impulse dürften die Beschäftigung weiter stützen, jedoch bleiben die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für viele Branchen herausfordernd. Sorge bereiten insbesondere anhaltende Arbeitsplatzverluste im industriellen Bereich.
Und so hat sich der Arbeitsmarkt in den vier Landkreisen des Agenturbezirks entwickelt:
Im Kreis Altenkirchen haben derzeit 4.325 Menschen keinen Job - 116 weniger als im April und 6 weniger als im Vorjahr. Die Quote von 5,9 Prozent ist im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Punkte gesunken und liegt wieder exakt auf dem Niveau des Vorjahres.
Im Kreis Neuwied sind aktuell 5.691Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 109 weniger als im Vormonat und 185 mehr als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote ist mit 5,5 Prozent um 0,2 Punkte zum Vormonat gesunken. Im Vergleich zum Mai 2025 ist sie um 0,1 Prozentpunkte gestiegen.
Im Rhein-Lahn-Kreis sind 2.829 Personen ohne Erwerbstätigkeit gemeldet – 39 weniger als im April und 50 weniger als im Vorjahr. Die Quote ist in den vergangenen Wochen von 4,3 auf 4,1 Prozent gesunken und liegt damit um 0,1 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.
Im Westerwaldkreis sind Ende Mai 4.439 Männer und Frauen arbeitslos. Das sind 70 Personen weniger als vor einem Monat und 121 weniger als vor einem Jahr. Die Quote liegt im Mai unverändert bei 3,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ist sie um 0,1 Prozentpunkte gesunken. (Arbeitsagentur Montabaur)