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26.02.2026 17°C

Natürlich macht die langanhaltende Trockenheit den Blumen und Wildkräutern zu schaffen, doch sie schlagen sich recht tapfer auf den Flächen und sind nicht nur Farbtupfer, sondern auch Nahrungsquelle und Lebensumfeld. Durch ihr tiefes Wurzelwerk kommen viele Arten wesentlich besser mit der Trockenheit zurecht als herkömmliche Rasenflächen.
Fingerhut, Sonnenblume, Wegwarte, Kornblume, Johanniskraut, Sauerampfer und noch vieles mehr, Stadtgärtner Alexander Reinhardt kann auf dem Friedhof in Dietkirchen auf ein buntes Feld schauen. Die Fläche hat er im Frühjahr mit Samen aus Wildblumen und Kräutern ausgesät. Nun steht alles in voller Pracht. Rund 1000 Quadratmeter sind es, auf denen die Blumen und Kräutern dicht stehen. „Von den Angehörigen, die Gräber auf dem Friedhof besuchen, gibt es nur positive Rückmeldungen“, erzählt Reinhardt.

Die Wiese mit Wildblumen und Kräutern gibt nicht nur optisch etwas her und ist eine deutliche Aufwertung gegenüber den Grasflächen, sondern auch ein Lebensort, vor allem für Insekten. Im Herbst wird die Blütenpracht verschwinden, doch die Pflanzen bleiben Lebensort für Insekten und kleine Tiere. Die Blumen und Kräuter trocknen nach Angaben von Reinhardt ein und werfen Samen aus. Bis zum Frühjahr werden die Pflanzen stehen bleiben, dann werden sie gemulcht und als Biomasse weiter genutzt. Den Vögeln dient die Wiese durchgehend auch als Nahrungs- und Rückzugsraum.
Vor der ersten Aussaat des Samens hatte Reinhardt die Wiesenfläche gefräst und somit vorbereitet. Ist erst einmal ausgesät, hält sich der Pflegeaufwand in engen Grenzen. Die Blumen- und Kräuterwiese bleibt sich überlassen. Gerade durch die geringen Eingriffe eignet sie sich als natürlicher Lebensraum.
Die Fläche auf dem Friedhof in Dietkirchen ist nicht die einzige, die in diesem Jahr von Reinhardt neu als Wildblumen- und Kräuterwiese angelegt wurde. Jeder Stadtteil bis auf Ahlbach verfügt auf seinem Friedhof über eine entsprechende Fläche. Diese sind unterschiedlich groß, zwischen 1000 Quadratmetern in Dietkirchen und 100 Quadratmetern in Offheim und Staffel. In Linter ist statt auf dem Friedhof eine Fläche auf dem ehemaligen Spielplatz direkt vor dem Friedhof angelegt worden.
Derzeit sind die Ortsbeiräte dazu aufgefordert, Flächen zu benennen, die als Blühstreifen genutzt werden sollen. Anschauungsmaterial sind für sie mit den von der Stadtgärtnerei angelegten Flächen schon einmal vorhanden. Stadtgärtner Alexander Reinhardt hat schon Vorstellungen, wie sich die von ihm angelegten Flächen weiter entwickeln können. Auf den meisten Friedhöfen besteht noch Flächenpotenzial, um auf weiteren Flächen Wildblumen und Kräuter zu säen.
Die Änderung der Begräbniskultur, immer mehr Urnengräber statt der Erdbestattungen, lässt den Flächenbedarf zurückgehen. Und Reinhardt denkt auch über Wildblumen- und Kräuterwiesen hinaus, er hat Stauden im Blick, mit denen er auf den Friedhöfen Beete anlegen beziehungsweise bestücken möchte. In Lindenholzhausen hat er schon einmal damit angefangen.
Wie das einmal werden könnte, lässt sich auf dem Limburger Hauptfriedhof bewundern. Dort werden seit über zwei Jahren Blühflächen angelegt. Rund 3000 Quadratmeter ist dort die Wildblumenfläche groß und sie soll noch erweitert werden. Auch gibt es dort schon verschiedene kleinere Bereiche, die als Staudenbeete angelegt wurde. Inzwischen gibt es dort auch zwei Insektenhotels. (Quelle Stadtverwaltung Limburg)

Weitere Nachrichten aus dem Westerwald

Rückruf von Frühlingsrollen und Gorgonzola

Die Firma Lactalis Deutschland GmbH ruft K-Favourites Gorgonzola pikant und mild auch aus den rheinland-pfälzischen Kaufland-Märkten. Grund: Es wurden Listerien nachgewiesen. Listerien können zu grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Muskelschmerzen sowie unter Umständen auch Erbrechen und Durchfall führen. Insbesondere bei Schwangeren, Kleinkindern sowie Personen mit geschwächtem Immunsystem können auch schwerwiegende Erkrankungen auftreten. Betroffen sind die 200-Gramm-Packungen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 21/02/2026 und mit dem Identitätskennzeichen IT 03 1 CE.

Die Firma Albert van Zoonen B.V. ruft "ja! Frühlingsrollen mit feinem Gemüse" auch aus den Rewe-Märkten in Rheinland-Pfalz. Grund: Versehentlich wurden in Verpackungen der "ja! Frühlingsrollen mit feinem Gemüse" Frühlingsrollen mit Hähnchen abgefüllt. Sie enthalten Senf und somit ein nicht auf der Verpackung erkenntliches Allergen. Für Senf-Allergiker besteht ein Gesundheitsrisiko. Betroffen sind die 400-Gramm-Packungen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 19.04.2027, mit der Chargennummer L26019, ab Uhrzeit: 14:30 bis einschließlich 16:16 und mit der weiteren Kennzeichnung EAN: 4337256939256. (LUA) 

Ortsgemeinden Faulbach, Kammerforst und Hilgert erhalten Glasfaser-Netz

Infrastruktur versorgt bis zu 900 Haushalte und Unternehmen mit Highspeed-Internet
Glasfaser-Vermarktung startet Anfang März, der Tiefbau Mitte April
Attraktive Glasfaser-Angebote: Kostenfreier Hausanschluss inkl. Inhaus-Verkabelung
Düsseldorf, 23. Februar 2026: Die Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen erhält ein hochmodernes Glasfaser-Netz. Das haben die Ausbaupartner Vodafone Deutschland und Meridiam Glasfaser jetzt beschlossen.

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Straßensperrungen wegen Amphibienwanderungen

Besondere Vorsicht, um Helfende und Tiere zu schützen
Wenn die Temperaturen milder werden, machen sich wieder tausende Molche, Kröten und Frösche auf den Weg zu den Laichgewässern. Dabei queren sie oftmals Straßen. In Nächten, in denen massive Wanderungen erwartet werden, sperren deshalb die zuständigen Straßenmeistereien im Westerwaldkreis verschiedene Straßenabschnitte.

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Führerscheinausbildung im Fokus: MdB Harald Orthey sucht Dialog mit Fahrschulen

Hachenburg. Die Diskussion um eine Reform der Führerscheinausbildung gewinnt an Fahrt. Besonders im ländlichen Raum, wo Mobilität ohne Auto kaum möglich ist, verfolgen Bürgerinnen und Bürger die Überlegungen des Bundesverkehrsministeriums mit großem Interesse. Nachdem Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder erste Reformansätze vorgestellt hatte, suchte der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Harald Orthey das Gespräch mit Fahrschullehrern aus der Region, um deren Einschätzungen und Sorgen aufzunehmen.

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Kreisstraße zwischen Limburg-Offheim und Hadamar-Niederhadamar gesperrt

Limburg/Hadamar. Die Kreisstraße K 478 zwischen Limburg-Offheim und Hadamar-Niederhadamar ist aktuell bis auf Weiteres aufgrund von Hochwasser gesperrt.

die theatermacher Hachenburg bringen „Ein Inspektor kommt“ auf die Bühne

Hachenburg. Am Samstag, 14. März um 19.30 Uhr und Sonntag, 15. März um 15.30 Uhr führen die theatermacher Hachenburg e.V. „Ein Inspektor kommt“ von John B. Priestley (aus dem Englischen neu übersetzt von Michael Raab) in der Stadthalle in Hachenburg auf.
Freuen können sich die Zuschauer auf ein psychologisches Kammerspiel mit großer moralischer Wucht.
Alles ist perfekt: Endlich kann Arthur Birling, Fabrikbesitzer in der englischen Provinz, im Familienkreis die Verlobung seiner Tochter Sheila mit dem adligen Gerald Croft und damit den Zusammenschluss der bislang miteinander konkurrierenden Firmen Birling und Croft feiern. In die Idylle kapitalistischer Zukunftsphantasien platzt jedoch Polizei-Inspektor Goole, der die Anwesenden mit dem Selbstmord eines scheinbar unbekannten Mädchens konfrontiert.

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