Radio Westerwald : ON AIR >> Flashplayer in eigenem Fenster öffnen <<

 B Itunes B Mediaplayer B phonostar Logo radioDE

02624950289     b gruenes kreuz     b email

Die Stadt Limburg ist bemüht, die Belastung durch die Luftschadstoffe zu reduzieren. Hierbei geht es vor allem um Stickstoffdioxid, der zulässige Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (Jahresmittelwert) wird an verschiedenen Messstellen in der Innenstadt noch deutlich überschritten. Neue Ladestationen für E-Fahrzeuge in den Ortsteilen und bessere Bedingungen für den Radverkehr sollen weitere Verbesserungen bringen. „Verbesserungen zu erreichen ist nicht einfach, denn damit verbundene Änderungen bedürfen einer langen Vorbereitung und wenn wir auf Fördergelder hoffen, dann müssen die notwendigen Verfahren durchlaufen werden“, macht Bürgermeister Dr. Marius Hahn deutlich. Doch es geht vorwärts. Der Magistrat hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, einen Antrag auf Förderung eines Radverkehrskonzepts zu stellen. Gleichzeitig nahm der Magistrat Vorschläge für Ladestation-Standorte in allen Stadtteilen zur Kenntnis und leitete sie an die Ortsbeiräte weiter.

In Limburg selbst gibt es derzeit bereits 15 Ladestationen für E-Fahrzeuge sowie eine für E-Bikes. Damit besteht dort eine recht gute Infrastruktur, die durch die Schnellladestation im ICE-Gebiet ergänzt wird. „Ziel muss es sein, auch die Ortsteile mit einzubeziehen und dort die Versorgung zu verbessern“, verdeutlicht Bürgermeister Hahn. Noch in diesem Jahr ist ein erster Schritt geplant, indem die Ladeinfrastruktur aufgebaut wird. In jedem Ortsteil ist dafür ein Standort vorgesehen, an zentralen und gut angebundenen Stellen. Die EVL will dabei Säulen aufstellen, die über zwei Ladepunkte verfügen und jeweils mit elf Kilowatt Leistung ausgestattet sind.

„Die Förderung der E-Mobilität ist ein wichtiger Bestandteil für eine nachhaltige und umweltfreundliche Mobilität“, verdeutlicht Hahn. Die Ladestationen sollen in den Ortsteilen noch mit Carsharingstationen zu einem späteren Zeitpunkt ergänzt werden. Die Kombination von beidem, davon ist Hahn überzeugt, kann zu einer Reduzierung der privaten Autonutzung führen, was sich dann auch in der Entlastung der Umwelt zeige.

Der Aufbau von Mobilliätsstationen im gesamten Stadtgebiet ist im Green City Plan (Voraussetzung für die finanzielle Unterstützung aus dem Förderprogramm „Saubere Luft“ des Bundes) und im Masterplan Mobilität der Stadt (Vorhaben für eine Verkehrsentwicklung in Limburg bis zum Jahr 2030) vorgesehen. Für die Anschaffung von Elektrofahrzeugen für den städtischen Fuhrpark und die Errichtung von Ladestationen erhält die Stadt einen Zuschuss in Höhe von rund 512.000 Euro. Der Bewilligungszeitraum endet am 31. Dezember 2020.

Gut für die Luft in Limburg ist es auch, wenn sich Verkehrsteilnehmer/innen ohne eigenen Verbrennungsmotor in der Stadt bewegen. Das Fahrrad als alternatives Verkehrsmittel wird derzeit nur mäßig genutzt. Der Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen liegt nach einer Ermittlung im Rahmen des Masterplans Mobilität bei nur etwa sieben Prozent. Es wird jedoch ein Potential von über 15 Prozent gesehen. „Um den Anteil des Radverkehrs zu erhöhen, müssen auch die Rahmenbedingungen für diejenigen verbessert werden, die das Rad nutzen“, verdeutlicht der Bürgermeister. Deshalb soll ein Radverkehrskonzept für die gesamte Stadt erstellt werden. Der Magistrat hat zugestimmt, einen entsprechenden Förderantrag beim Land zu stellen.
Beim Radverkehrskonzept geht es darum, Lücken im Radwegenetz zu schließen, das Potenzial für Abstellanlagen an zentralen Stellen zu ermitteln, die Einrichtung von Fahrradstraßen oder auch ein zentrales Fahrradparkhaus am Stadtbahnhof zu prüfen. Des Weiteren soll in diesem Konzept die Möglichkeit einer Raddirektverbindung zwischen Diez und der Limburger Innenstadt sowie dem ICE-Gebiet geprüft werden. Das Konzept ist ebenfalls Bestandteil des Masterplans Mobilität. Die Kosten für ein umfangreiches Konzept werden auf rund 50.000 Euro geschätzt. Durch die Förderung könnte die Stadt auf rund 35.000 Euro an Zuschuss hoffen.

Um eine fristgerechte Bearbeitung im laufenden Jahr zu gewährleisten, wurde der Förderantrag bereits Ende Februar beim Land eingereicht. Eine Prüfung steht zu Beginn des dritten Quartals an.

Weitere Nachrichten aus dem Westerwald

Dieb in Herdorf auf frischer Tat ertappt

Herdorf (ots)

Am gestrigen 19.01.2021, gegen 07:30 Uhr wurde der hiesigen Dienststelle mitgeteilt, dass es im Rewe-Markt in Herdorf zu einem Ladendiebstahl gekommen sei. Der Tatverdächtigte sei dann geflüchtet. Eine Streifenwagenbesatzung konnte den 31-jährigen Mann anschließend im näheren Umfeld festnehmen. Bei der Personendurchsuchung wurde das Stehlgut aufgefunden und sichergestellt. Der Tatverdächtigte wurde nach Durchführung weiterer polizeilicher Maßnahmen und der Einleitung eines Strafverfahrens entlassen. (Quelle Polizei Betzdorf)

Geschwindigkeitsmessungen in Anhausen

Anhausen (ots)

Am Montag führten Polizeibeamte im Zeitraum von 12:30 Uhr bis 13:30 Uhr auf der Landesstraße 258 bei Anhausen eine Laser - Geschwindigkeitsmessung durch. Im Messbereich ist die Geschwindigkeit außerhalb geschlossener Ortschaften auf 70 km/h begrenzt. Die Beamten ahndeten 8 Geschwindigkeitsverstöße. 5 Fahrzeugführer*innen wurden im Verwarngeldbereich und 3 im Anzeigenbereich gemessen. Die Geschwindigkeit des schnellsten gemessenen PKW betrug abzüglich des Toleranzwertes 96 km/h. (Quelle Polizei Straßenhaus)

Täterfestnahme nach Raubüberfall auf Naturkostladen "Kornecke" in Höhr-Grenzhausen

Höhr-Grenzhausen (ots)

Am 29.10.2020 kam es zu einem bewaffneten Raubüberfall auf den Naturkostladen "Kornecke" in Höhr-Grenzhausen. Hierbei wurden durch den männlichen Täter die Tageseinnahmen aus der Kasse geraubt. Nach der Tat flüchtete der Täter fußläufig in Richtung Stadtmitte. Intensive Ermittlungen der Kriminalpolizei Montabaur führten letztlich zur Festnahme des 20-jährigen Tatverdächtigen. Durch das Amtsgericht Koblenz wurde Haftbefehl erlassen. Der Beschuldigte wurde zwecks Untersuchungshaft in die Jugendstrafanstalt Schifferstadt verbracht. (Quelle Polizei Koblenz)

Fallschirmjäger unterstützen jetzt das Gesundheitsamt 

Altenkirchen

„Wachwechsel“ in Altenkirchen: Seit Ende Oktober 2020 waren vier Soldaten und eine Soldatin des Artillerielehrbataillons 345 aus Idar-Oberstein beim Kreisgesundheitsamt in Altenkirchen eingesetzt. Sie wurden in der letzten Woche durch fünf Soldaten des Fallschirmjägerregiments 26 aus Zweibrücken abgelöst, die nun das Team des Gesundheitsamtes bei der Kontaktermittlung und -nachverfolgung zur Eindämmung der Corona-Pandemie unterstützen.

Landrat Dr. Peter Enders und Gesundheitsamtsleiter Heinz-Uwe Fuchs bedankten sich für die bisherige Unterstützung durch die Bundeswehr, insbesondere Oberstleutnant der Reserve Hans-Jürgen Merten vom Kreisverbindungskommando der Bundeswehr für die Vorbereitung dieses Einsatzes. Enders, selbst ehemaliger Berufssoldat, begrüßte es ausdrücklich, dass die Bundeswehr angesichts der Pandemie flexibel reagiere und diese Amtshilfe ermögliche. (Quelle Kreis Altenkirchen)

750.000 Euro aus dem Schulbauprogramm fließen nach Selters

„Die IGS Selters führt derzeit umfangreiche Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten durch, die das Land Rheinland-Pfalz in diesem Jahr mit 750.000 Euro aus dem Landeshaushalt bezuschusst“, meldet der SPD-Landtagsabgeordnete Hendrik Hering. „Aus dem Schulbauprogramm fließen Mittel für die Gebäudesanierung und -modernisierung in die einzige Integrierte Gesamtschule, die es im Westerwald gibt. Bei meinen regelmäßigen Besuchen in dieser Schule in Selters hat mich das pädagogische Konzept überzeugt", sagt Hering anlässlich der guten Nachrichten aus Mainz. "Schulleitung und Lehrerschaft leisten hervorragende Arbeit und verschaffen der IGS weit über die Grenzen der VG Selters hinaus einen sehr guten Ruf. Das große Interesse der Eltern ihre Kinder an dieser Schule anzumelden, sind eine Bestätigung für die gute Arbeit, die dort geleistet wird", so Hering abschließend.(Quelle Wahlkreisbüro Hendrik Hering)

Notfallseelsorge leistet seit 20 Jahren Erste Hilfe für die Seele

Westerwald/Rhein-Lahn-Kreis (shg) Ein plötzlicher Tod zerreißt Familien. Durch Verkehrsunfälle, Suizide und andere plötzliche Todesfälle erleiden Familien, aber auch Augenzeugen oder manchmal sogar die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten Traumata. „Im Falle eines Suizids werden statistisch gesehen etwa zehn Leben nachhaltig verändert; wie bei vielen anderen unserer Einsätze nimmt das Leben der Angehörigen durch einen solchen Schicksalsschlag einen anderen Verlauf,“ sagt Notfallseelsorgerin Ulrike Braun-Steinebach. Die evangelische Pfarrerin leitet seit vielen Jahren die beiden ökumenischen Notfallseelsorgen im Westerwald und im Rhein-Lahn-Kreis. Sie und ihre Teams stehen genau da den Menschen bei, wo es besonders weh tut: im ersten Moment des Schocks, in der Phase der ungläubigen Verzweiflung über den plötzlichen Verlust eines geliebten Menschen. Da gilt es Tränen aushalten, emotionale Unterstützung zu geben und einen Weg in die Trauer zu finden. Pfarrerin Braun-Steinebach hat mit uns im Interview über ihre Arbeit gesprochen.

Weiterlesen ...