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05.09.2026 24°C

Ort Hohr Schulzentrum03Der Kreisausschuss beschließt, die Antragstellung durch den Westerwaldkreis zur Einrichtung der zweiten Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung an der Fachoberschule der Ernst-Barlach-Realschule plus in Höhr-Grenzhausen zu genehmigen. Im Rahmen der Schulstrukturreform 2009 in Rheinland-Pfalz wurde die Möglichkeit eröffnet, an den neu geschaffenen Realschulen plus eine Fachoberschule einzurichten. Dem Westerwaldkreis ist es als einem der ersten Landkreise gelungen, ein Angebot für alle damals möglichen Fachrichtungen (Wirtschaft und Verwaltung, Gesundheit und Soziales sowie Technik) an den Realschulen plus in Hachenburg (2011) bzw. Höhr-Grenzhausen (2012) zu schaffen. Damit konnten wir unser gutes Schulangebot fachrichtungsbezogen und regional abrunden. Die Fachoberschulen ermöglichen das Erlangen der Fachhochschulreife innerhalb von zwei Schuljahren und damit die Berechtigung zu einem Studium an einer bundesdeutschen Fachhochschule. Der Zuspruch zu diesen Bildungsgängen ist leicht schwankend. Während an der Realschule plus und FOS Hachenburger Löwe der Zweig Wirtschaft und Verwaltung kontinuierlich gut nachgefragt wird, ist die Fachrichtung Gesundheit und Soziales etwas schwächer belegt.

Sorgen bereitet eher die Fachrichtung Technik mit dem Schwerpunkt Metalltechnik an der Ernst-Barlach-Realschule plus und FOS in Höhr-Grenzhausen. Trotz vorhandener kompetenter Lehrkräfte und erheblichen Investitionen unsererseits in die technische Ausstattung der FOS, wären die Anmeldezahlen ausbaufähig. Diese Problematik scheint, wie die Zahlen aus den anderen Standorten zeigen, eher systemals standortbedingt zu sein.
Obwohl die diesjährigen Anmeldezahlen stabil sind, dürfte es schwierig werden, mittelfristig die geforderte Zweizügigkeit der Fachoberschule mit der Fachrichtung Technik und dem Schwerpunkt Metalltechnik dauerhaft zu gewährleisten.
Der Kreistag des Westerwaldkreises hatte dieses Problem bereits im Frühjahr 2015 erkannt und im damals wie heute aktuellen Schulentwicklungsplan die Erweiterung der bestehenden Fachoberschule Technik um den Schwerpunkt Technische Informatik angeregt. Unserem entsprechenden Antrag wurde aber zu diesem Zeitpunkt seitens des Landes nicht stattgegeben, da eine solche Fachrichtungskombination nicht vorgesehen war.
In dieser Hinsicht gab es jetzt einen Meinungswechsel im Bildungsministerium. Mit Schreiben vom 18. August 2017 teilte Frau Ministerin Dr. Hubig mit, dass es zum einen künftig keine Einschränkungen mehr bei der Wahl der Fachrichtungskombinationen geben wird. Zum anderen werden die neuen Fachrichtungen Gestaltung sowie Biound Umwelttechnologie eingeführt.
In intensiven Gesprächen mit der Schulleitung ist die Verwaltung zu dem Ergebnis gekommen, das zur langfristigen Sicherung der Fachoberschule das Anbieten der Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung als zweites Standbein Sinn macht.
Hintergrund unserer Überlegungen ist die verhaltene Nachfrage von Schülerinnen an der Fachrichtung Technik. Dadurch fällt quasi jeweils der halbe Jahrgang als Interessent an der FOS weg. Es ist schade, dass die Mädchen doch noch Scheu vor dieser früheren Männerdomäne zeigen. Obwohl die Schulleitung versucht, den jungen Damen Mut für den Schritt in diese Richtung zu machen, mangelt es an Bewerberinnen. Anscheinend sind in diesem Punkt noch nicht alle Barrieren in den Köpfen überwunden.
Diesen wohl gesamtgesellschaftlichen Prozess werden wir auch in Höhr-Grenzhausen nicht so bald lösen können. Daher erscheint es zielführend, als zweite Fachrichtung der FOS Wirtschaft und Verwaltung zu installieren und damit den entscheidenden Schritt zum dauerhaften zweizügigen Betrieb der FOS an der Ernst-Barlach-Realschule plus zu setzen.
Dabei wird davon ausgegangen, dass der Bedarf an Absolventen der Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung in Richtung qualifizierter Ausbildungsberufe in diesen Bereichen regional dauerhaft groß bleiben wird. Dies dürfte auch für Absolventen der entsprechenden Bachelorund Masterstudiengänge gelten.
Die schulischen Gremien (Schulelternbeirat, Gesamtkonferenz und Schulausschuss) haben dem Vorhaben zugestimmt. Hinsichtlich der Akquirierung von Praktikumsplätzen war die Schulleitung sehr aktiv. Dabei war es erfreulich, zu erkennen, dass die heimischen Betriebe und Verwaltungen unserem Anliegen sehr positiv gegenüberstanden.
Das Bildungsministerium hatte für die notwendige Antragsstellung mit dem 31. Oktober 2017 eine knappe Frist gesetzt. Um diese zu wahren wurde der Antrag gemeinsam durch den Landrat und die Schulleitung am 27. Oktober 2017 eingereicht.
Da die Angelegenheit zur letzten Sitzung des Kreisausschusses am 11. September 2017 noch nicht spruchreif war, wird vorgeschlagen, dass das Gremium die erfolgte Antragstellung in der heutigen Sitzung genehmigt.

Weitere Nachrichten aus dem Westerwald

Erneuerungsarbeiten Wasserversorgung in Ransbach-Baumbach

Die Verbandsgemeindewerke Ransbach-Baumbach teilen mit, dass ab Anfang September aufgrund notwendiger Erneuerungsarbeiten an der Trinkwasserleitung eine Sperrung der Fahrbahn in der Straße „In der Speidt“ ab der Kreuzung Freiherr-vom-Stein-Straße bis zur Kreuzung Schillerstraße erforderlich ist (siehe Abbildung). Alle Verkehrsteilnehmenden werden gebeten die zeitlich geänderten und ausgeschilderten Verkehrsführungen zu berücksichtigen. Die Arbeiten werden im Zeitraum von Anfang September bis Anfang Dezember durchgeführt und voraussichtlich abgeschlossen werden.

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Straßensanierungsarbeiten in Lindenholzhausen

Aufgrund von Straßensanierungsarbeiten im Bereich der Wendelinusstraße/Kirchfelder Straße im Limburger Stadtteil Lindenholzhausen wird die Fahrbahn ab Montag, 7. September, bis Freitag, 9. Oktober, für den Verkehr gesperrt.

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Verstöße bei Verkehrskontrollen in Neitersen

Fluterschen/Neitersen (ots)

Am Dienstag, 01.09.2026, führten Beamte der Bereitschaftspolizei Koblenz in den Vormittagsstunden Geschwindigkeitskontrollen in Fluterschen, Koblenzer Straße, und Neitersen, Rheinstraße, durch. Hierbei konnten insgesamt 8 Fahrzeugführer festgestellt werden, die die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten hatten. Gegen die Betroffenen wurden die entsprechenden Verwarnungs- bzw. Bußgeldverfahren eingeleitet. (Polizei Altenkirchen) 

Rückruf von Olivenöl und Heidelbeeren

Die Altay GmbH ruft "Trilya Oliventresteröl" auch aus dem rheinland-pfälzischen Handel zurück. Grund: Es wurden deutlich erhöhte Gehalte an Mineralölbestandteilen (MOSH und MOAH) festgestellt. Die Orientierungswerte wurden um mehr als das Zehnfache überschritten, und es besteht ein Risiko für die Gesundheit. Betroffen von diesem Rückruf sind die 4-Liter-Kanister mit der Haltbarkeit 27/03/2027 und mit der Chargennummer LS162703.

 

Die Jütro Tiefkühlkost GmbH & Co. KG ruft tiefgefrorene "Bio Wildheidelbeeren" auch aus den rheinland-pfälzischen EDEKA-Filialen zurück. Grund: Es wurden Salmonellen nachgewiesen. Eine Salmonellen-Erkrankung äußert sich innerhalb einiger Tage nach der Infektion mit Durchfall, Bauchschmerzen und gelegentlich auch mit Erbrechen und leichtem Fieber. Die Beschwerden klingen in der Regel nach mehreren Tagen von selbst wieder ab. Insbesondere Säuglinge, Kleinkinder, Ältere und Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem können schwerere Krankheitsverläufe entwickeln. Betroffen von diesem Rückruf sind die 300-Gramm-Packungen mit den Haltbarkeiten 13.06.2028, 14.06.2028, 23.06.2028 und 24.06.2028 sowie mit den Los-Kennzeichnungen L140626V3, L150626V3, L150626N3, L240626 14, L240626D4, L240626 E4, L250626 E4 und L250626 14. (LUA) 

Wäller Helfen verbindet Recycling mit regionaler Unterstützung

Kostenlose Sammeltonnen für Veranstaltungen – zahlreiche Abgabestellen im Westerwald und im Landkreis Altenkirchen

Westerwald/Altenkirchen. Kleine Flaschenverschlüsse können gemeinsam viel bewirken: Mit einer Kronkorken-Sammelaktion unterstützt Wäller Helfen e. V. Menschen, Vereine und soziale Projekte in der Region. Der gesamte Erlös aus der Verwertung der gesammelten Kronkorken kommt dem Verein und seiner regionalen Arbeit zugute. Gleichzeitig werden wertvolle metallische Rohstoffe dem Recycling zugeführt.

Ermöglicht wird die Aktion durch die Unterstützung von REMONDIS und DECO-GLAS. Die Unternehmen stellen Sammelcontainer beziehungsweise Sammelstellen zur Verfügung und schaffen damit wichtige Voraussetzungen für die Umsetzung. Gemeinsam mit den weiteren beteiligten Einrichtungen und Betrieben entsteht ein regionales Sammelnetzwerk, an dem sich Bürgerinnen und Bürger unkompliziert beteiligen können.

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Krankenhausreform: Qualität sichern, Versorgung in der Fläche erhalten

Mit der heute vorgestellten geplanten Zuweisung der Leistungsgruppen geht die Krankenhausreform in Rheinland-Pfalz in die entscheidende Umsetzungsphase. Für die CDU-Landtagsfraktion ist klar: Die notwendigen Veränderungen müssen medizinische Qualität stärken und zugleich eine verlässliche Versorgung in allen Regionen des Landes sichern.

Der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz, Jens Münster, erklärt:

„Entscheidend ist am Ende nicht, wie eine Krankenhausstruktur auf dem Papier aussieht, sondern ob die Menschen schnell die richtige Behandlung bekommen – in hoher Qualität und so wohnortnah wie möglich. Die Krankenhausreform ist deshalb notwendig. Der Bund gibt mit den Leistungsgruppen und den Qualitätsanforderungen den Rahmen vor. Aber wie dieser Rahmen konkret ausgefüllt wird, muss sich an der Versorgungsrealität in Rheinland-Pfalz orientieren. Unser Land besteht eben nicht nur aus großen Städten, sondern auch aus vielen ländlichen Regionen mit ganz eigenen Anforderungen an Erreichbarkeit und Versorgungssicherheit.

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