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04.10.2026 19°C

Ort Hohr Schulzentrum03Der Kreisausschuss beschließt, die Antragstellung durch den Westerwaldkreis zur Einrichtung der zweiten Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung an der Fachoberschule der Ernst-Barlach-Realschule plus in Höhr-Grenzhausen zu genehmigen. Im Rahmen der Schulstrukturreform 2009 in Rheinland-Pfalz wurde die Möglichkeit eröffnet, an den neu geschaffenen Realschulen plus eine Fachoberschule einzurichten. Dem Westerwaldkreis ist es als einem der ersten Landkreise gelungen, ein Angebot für alle damals möglichen Fachrichtungen (Wirtschaft und Verwaltung, Gesundheit und Soziales sowie Technik) an den Realschulen plus in Hachenburg (2011) bzw. Höhr-Grenzhausen (2012) zu schaffen. Damit konnten wir unser gutes Schulangebot fachrichtungsbezogen und regional abrunden. Die Fachoberschulen ermöglichen das Erlangen der Fachhochschulreife innerhalb von zwei Schuljahren und damit die Berechtigung zu einem Studium an einer bundesdeutschen Fachhochschule. Der Zuspruch zu diesen Bildungsgängen ist leicht schwankend. Während an der Realschule plus und FOS Hachenburger Löwe der Zweig Wirtschaft und Verwaltung kontinuierlich gut nachgefragt wird, ist die Fachrichtung Gesundheit und Soziales etwas schwächer belegt.

Sorgen bereitet eher die Fachrichtung Technik mit dem Schwerpunkt Metalltechnik an der Ernst-Barlach-Realschule plus und FOS in Höhr-Grenzhausen. Trotz vorhandener kompetenter Lehrkräfte und erheblichen Investitionen unsererseits in die technische Ausstattung der FOS, wären die Anmeldezahlen ausbaufähig. Diese Problematik scheint, wie die Zahlen aus den anderen Standorten zeigen, eher systemals standortbedingt zu sein.
Obwohl die diesjährigen Anmeldezahlen stabil sind, dürfte es schwierig werden, mittelfristig die geforderte Zweizügigkeit der Fachoberschule mit der Fachrichtung Technik und dem Schwerpunkt Metalltechnik dauerhaft zu gewährleisten.
Der Kreistag des Westerwaldkreises hatte dieses Problem bereits im Frühjahr 2015 erkannt und im damals wie heute aktuellen Schulentwicklungsplan die Erweiterung der bestehenden Fachoberschule Technik um den Schwerpunkt Technische Informatik angeregt. Unserem entsprechenden Antrag wurde aber zu diesem Zeitpunkt seitens des Landes nicht stattgegeben, da eine solche Fachrichtungskombination nicht vorgesehen war.
In dieser Hinsicht gab es jetzt einen Meinungswechsel im Bildungsministerium. Mit Schreiben vom 18. August 2017 teilte Frau Ministerin Dr. Hubig mit, dass es zum einen künftig keine Einschränkungen mehr bei der Wahl der Fachrichtungskombinationen geben wird. Zum anderen werden die neuen Fachrichtungen Gestaltung sowie Biound Umwelttechnologie eingeführt.
In intensiven Gesprächen mit der Schulleitung ist die Verwaltung zu dem Ergebnis gekommen, das zur langfristigen Sicherung der Fachoberschule das Anbieten der Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung als zweites Standbein Sinn macht.
Hintergrund unserer Überlegungen ist die verhaltene Nachfrage von Schülerinnen an der Fachrichtung Technik. Dadurch fällt quasi jeweils der halbe Jahrgang als Interessent an der FOS weg. Es ist schade, dass die Mädchen doch noch Scheu vor dieser früheren Männerdomäne zeigen. Obwohl die Schulleitung versucht, den jungen Damen Mut für den Schritt in diese Richtung zu machen, mangelt es an Bewerberinnen. Anscheinend sind in diesem Punkt noch nicht alle Barrieren in den Köpfen überwunden.
Diesen wohl gesamtgesellschaftlichen Prozess werden wir auch in Höhr-Grenzhausen nicht so bald lösen können. Daher erscheint es zielführend, als zweite Fachrichtung der FOS Wirtschaft und Verwaltung zu installieren und damit den entscheidenden Schritt zum dauerhaften zweizügigen Betrieb der FOS an der Ernst-Barlach-Realschule plus zu setzen.
Dabei wird davon ausgegangen, dass der Bedarf an Absolventen der Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung in Richtung qualifizierter Ausbildungsberufe in diesen Bereichen regional dauerhaft groß bleiben wird. Dies dürfte auch für Absolventen der entsprechenden Bachelorund Masterstudiengänge gelten.
Die schulischen Gremien (Schulelternbeirat, Gesamtkonferenz und Schulausschuss) haben dem Vorhaben zugestimmt. Hinsichtlich der Akquirierung von Praktikumsplätzen war die Schulleitung sehr aktiv. Dabei war es erfreulich, zu erkennen, dass die heimischen Betriebe und Verwaltungen unserem Anliegen sehr positiv gegenüberstanden.
Das Bildungsministerium hatte für die notwendige Antragsstellung mit dem 31. Oktober 2017 eine knappe Frist gesetzt. Um diese zu wahren wurde der Antrag gemeinsam durch den Landrat und die Schulleitung am 27. Oktober 2017 eingereicht.
Da die Angelegenheit zur letzten Sitzung des Kreisausschusses am 11. September 2017 noch nicht spruchreif war, wird vorgeschlagen, dass das Gremium die erfolgte Antragstellung in der heutigen Sitzung genehmigt.

Weitere Nachrichten aus dem Westerwald

16. Netzwerkkonferenz des Kreisjugendamtes

Großer Zuspruch beim Treffen im Bürgerhaus Wirges
„Trauma verstehen – Kinder und Jugendliche wirksam begleiten“ war das überschreibende Thema der großen interdisziplinären Netzwerkkonferenz zum Schutz von Kindeswohl und Kindergesundheit. Ein Thema das angesichts der übervollen Stuhlreihen im Bürgerhaus Wirges auf regen Zuspruch stieß. Rund 450 Teilnehmende, darunter Lehrer, Erzieher, Ärzte sowie Fachkräfte aus der Kita- und Schulsozialarbeit, waren gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern freier Träger der Jugendhilfe, Beratungsstellen, Kreisverwaltung, Polizei und Politik auf Einladung des Kreisjugendamtes des Westerwaldkreises gekommen.

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Verkehrsbehinderungen auf der A3 zwischen Montabaur - Dernbacher Dreieck

Die Niederlassung West der Autobahn GmbH des Bundes lässt, wie mitgeteilt, seit Ende September 2026, bis voraussichtlich Dienstag, 20. Oktober 2026, im Zuge der A3 in Fahrtrichtung Köln zwischen der Anschlussstelle (AS) Montabaur und dem Autobahndreieck (AD) Dernbach auf einer Länge von rund 6 Kilometern Instandsetzungsarbeiten im Bereich der Fahrbahn ausführen. Die Arbeiten finden im Rahmen der weiteren Bauphasen an folgenden Terminen statt: Mittwoch, 7. Oktober 2026, circa 20.00 Uhr, bis Donnerstag, 8. Oktober 2026, circa 5.00 Uhr, und Donnerstag, 8. Oktober 2026, circa 20.00 Uhr, bis Freitag, 9. Oktober 2026, circa 5.00 Uhr, sowie von Mittwoch, 14. Oktober 2026, circa 20.00 Uhr, bis Donnerstag, 15. Oktober 2026, circa 5.00 Uhr, und Donnerstag, 15. Oktober 2026, circa 20.00 Uhr, bis Freitag, 17. Oktober 2026, circa 5.00 Uhr. In der Zeit von Freitagmorgen bis Mittwochabend sind jeweils keine Arbeiten geplant. Zur Durchführung der notwendigen Maßnahme wird der Verkehr während der Arbeiten einstreifig am Baufeld vorbeigeführt. Die Richtungsfahrbahn Frankfurt ist von der Baumaßnahme nicht betroffen.

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Flugtag im Wildpark

Gackenbach/Buchfinkenland. Und immer wieder erwartet die Gäste im Wildpark Westerwald in Gackenbach interessante Naturerlebnisse: so auch am Sonntag, 11.10.2026 bei einer weiteren beeindruckenden Flugvorführung der Greifvogelstation Hellenthal. Dabei können die Flugkünste von Adlern, Falken und Eulen aus nächster Nähe beobachtet und dabei viel Wissenswertes über die Tiere, ihren Lebensraum und den Artenschutz gelernt werden. Keine Ahnung davon, wie gut Eulen hören, wie schnell Falken fliegen oder wie hoch Adler kreisen? Bei der Flugshow im Wildpark gibt es auch darauf eine Antwort. 

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Mehr Förderung für Wohneigentum in Rheinland-Pfalz: ISB erhöht Darlehensbetrag deutlich

Darlehen für „Wohneigentum Universell“ ab sofort bis zu 250.000 Euro möglich

Mainz, 1. Oktober 2026. Die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) verbessert die Konditionen ihres Förderdarlehens „Wohneigentum Universell“. Ab dem 1. Oktober 2026 können Privatpersonen im Förderprogramm einen Darlehensbetrag von bis zu 250.000 Euro statt bislang 100.000 Euro erhalten. Das Darlehen richtet sich an alle, die in Rheinland-Pfalz selbstgenutztes Wohneigentum bauen, kaufen oder modernisieren möchten.

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Patrick Hahn wird neuer Kaufmännischer Vorstand der Caritas

Vom Bischof ins neue Amt berufen – Amtsantritt beim Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn zum 1. November
WESTERWALD/RHEIN-LAHN. Jetzt ist es offiziell: Patrick Hahn wird neuer Kaufmännischer Vorstand des Caritasverbandes Westerwald-Rhein-Lahn e.V. Gemeinsam mit Caritasdirektorin Stefanie Krones wird er den Verband künftig als gleichberechtigter Zweiervorstand führen. Nach der einstimmigen Entscheidung des Aufsichtsrates ist der 46-Jährige inzwischen auch vom Bischof von Limburg in sein neues Amt berufen worden. Hahn tritt seinen Dienst zum 1. November 2026 an.
Der Diplom-Ökonom bringt langjährige Führungs- und Managementerfahrung mit. Zuletzt war Hahn Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Oberlahn. Zuvor sammelte er umfangreiche Erfahrungen in verschiedenen Bereichen, unter anderem in der Unternehmensentwicklung, der Prozessoptimierung und im Organisationsmanagement. Der 46-Jährige ist verheiratet, Vater von drei Töchtern und lebt mit seiner Familie in Runkel-Dehrn.

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Vielfältiges Kulturangebot sichtbar machen

Die Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz hat Mitte September den mit 50.000 Euro dotierten Joseph-Breitbach-Preis an den Schriftsteller Jochen Schmidt verliehen. Er erhielt den Preis für sein Lebenswerk, das rund 25 Werke umfasst, darunter sein Blog „Schmidt liest Proust“. Die Berliner Landesvertretung lud zur traditionellen Nachfeier ein.

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