Altenkirchen. Die Kreisverwaltung Altenkirchen hat mit Datum vom 23. Dezember eine Allgemeinverfügung erlassen, die die Durchführung von und Teilnahme an für den 27. Dezember im Kreisgebiet öffentlich angekündigten, aber unangemeldeten so genannten „Montagspaziergängen“ untersagt. Auch „jede weitere thematisch vergleichbare, nicht ordnungsgemäß angemeldete und behördlich bestätigte Ersatzversammlung im Landkreis Altenkirchen wird am vorbezeichneten Tag ebenfalls ganztägig verboten“, heißt es wörtlich in der Allgemeinverfügung. „Nach den Erfahrungen von Polizei und Ordnungsbehörden nicht nur im Kreis Altenkirchen bei den bisherigen Veranstaltungen dieser Art stehen diese nicht im Einklang mit dem Versammlungsgesetz und den Corona-Bekämpfungsverordnungen, da die Abstandsregeln und Maskenpflicht nicht eingehalten werden.
Mit über 40.000 Euro wurde das Spendenziel deutlich übertroffen
Wer in Selters am Krümmelbach in den Wald kommt, sieht viele hellgrüne Plastikröhren, die über die gesamte abgeholzte Fläche in Gruppen herumstehen. Was man nicht sieht, sind die Baumpflanzen, die darin stecken. Ein Wald voller Plastikröhren. Ist das die Antwort auf die Selterser Spendenaktion zur Wiederbewaldung? In einem Film erklärt Revierförster Helmut Nett, warum das nicht anders möglich ist.
„In 2 Jahren schauen die Pflanzen aus den Schutzröhren heraus, in 10 Jahren läuft man durch jungen Wald, in 20 Jahren wird man erstes Brennholz ernten und in 30 Jahren kommt keine Sonne mehr an den Waldbesucher“, sagt Helmut Nett.
Die Idee zu einer Spendenaktion hatte Günther Geyer aus Selters. Ihm lag die Aufforstung sehr am Herzen. Die Stadt Selters griff die Idee auf, produzierte einen emotionalen Film und bat in einer pfiffigen Werbekampagne um 30.000 Euro Spenden. Wie sehr man damit die Menschen erreichte, erkennt man daran, dass über 40.000 Euro gespendet wurden von 137 Privatpersonen, Organisationen, Firmen und Menschen, die überhaupt nicht in Selters leben. Das Geld sei im Wald dringend nötig, meint der 1. Beigeordnete Hanno Steindorf, denn nach dem Krümmelbach stünden die Flächen am Selterser Köppel zur Wiederbewaldung an. Steindorf und der Ideengeber Geyer zeigten sich sehr erfreut über die große Spendenbereitschaft.
Dort wo vorher nur Fichten standen, wachsen nun klimaresistente Laubbäume. „Wir pflanzen Baumarten, die es in unserem Ökosystem bereits gibt und die trotzdem mit Klimaveränderung und zunehmender Trockenheit und Wärme zurechtkommen. Und da eignet sich unsere Stileiche und Traubeneiche, zu denen wir wenige Buchen setzen“, sagt Helmut Nett.
Dass er notgedrungen mit jedem 20 Zentimeter großen Sämling auch eine Plastikröhre für rund 10 Jahre in den Wald einbringen muss, gefällt dem Förster überhaupt nicht. „Aber ohne die Hülle würde das Rehwild die jungen Pflanzen verbeißen und auch noch bei rund 8 Jahre alten Bäumen die Rinde verletzen. Ohne Hülle gäbe es hier keinen Wald“, macht Nett mehrfach deutlich. Im neuen Film wird das sehr anschaulich, denn die Filmdrohne scheuchte zufällig während der Drehaufnahmen ein Reh an den Pflanzlingen auf. Helmut Nett ist davon überzeugt, dass es derzeit kein biologisches Produkt auf dem Markt gibt, was diesen Langzeitschutz bietet. Zudem gebe die Röhre einen Schutz gegen Spätfrost, Abschabeschäden durch Wild und wirke als kleines Treibhaus.
Bepflanzt wurden nur Kleinflächen mit rund 40 Pflanzen in sogenannten Klumpen. Dazwischen ist sehr viel Platz, auf dem das Totholz liegen gelassen wurde. Diese Flächen sollen der Natur überlassen bleiben. „Wir wollen mit unseren klimaresistenten Laubbäumen ein Gerüst stellen und gleichzeitig dafür sorgen, dass sich die Natur entwickelt und überlebensfähige Baumarten dazu bringt“, sagt Helmut Nett, „schließlich wissen wir noch nicht wie stark sich das Klima bei uns verändern wird.“ Mit dieser Art der Bewaldung will Nett auch dafür sorgen, dass künftige Förster alle Möglichkeiten haben, den Wald weiterzuentwickeln, als Wirtschaftswald, als Ökowald oder gar als Park.
Mit der Pflanzung hat die Arbeit erst begonnen. Künftig werden die Flächen jährlich gepflegt und in den ersten Jahren vor allem von Brombeeren freigeschnitten. Alles was die Natur in den Freiflächen liefert, bleibt aber stehen.
Hanno Steindorf bedankte sich beim Revierförster für sein Engagement und die großartige Arbeit, bei den Spendern und bei Günther Geyer für die Idee, die nun im wahrsten Sinne des Wortes wachsen kann.
Der neue Film ist zu sehen unter: www.stadt-selters.de (Quelle Stadt Selters)
(wie) Bei einer Auseinandersetzung wegen eines angefahrenen Werbeschildes kam es am Dienstagmorgen in Hadamar zu Handgreiflichkeiten. Ein 37-Jähriger beschädigte beim Rangieren mit seinem Auto ein Werbeschild in der Krämergasse. Dadurch kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Fahrer und dem 36-Jährigen Besitzer des Schildes. Der Streit soll dann in ein Handgemenge und Schläge ausgeartet sein. Hierbei wurde der Autofahrer derart verletzt, dass er in einer Klinik behandelt werden musste. Der 36-Jährige Schildbesitzer soll vom 37-Jährigen bedroht worden sein. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise unter der Rufnummer 06431/9140-0. (Quelle Polizei Limburg)
Die evm springt ein und übernimmt die Ersatzversorgung – schnelle Unterstützung für Betroffene
KOBLENZ. Kurz vor Weihnachten erhalten Kunden der Stromio GmbH schlechte Nachrichten: Der Energiediscounter hat die Stromlieferung mit Ablauf des 21. Dezember eingestellt. Im Netzgebiet der Unternehmensgruppe Energieversorgung Mittelrhein (evm-Gruppe) sind das rund 4.500 Kunden. „Die Betroffenen müssen sich keine Sorgen machen, über die Feiertage im Dunkeln zu sitzen. Wir übernehmen und versorgen sie zuverlässig mit Strom“, erklärt evm-Unternehmenssprecher Christian Schröder, „Wir raten allen Betroffenen dringend, die Zeit der Ersatzversorgung so kurz wie nötig zu halten. Wir bieten an, einen regulären Stromliefervertrag mit uns abzuschließen, der dann auch rückwirkend zum Start der Ersatzversorgung beginnen kann. Hierzu erhalten die betroffenen Kunden bald ein entsprechendes Schreiben inklusive Angebot.“
Steinsberg (ots)
Am Freitag, den 18. September, befuhr ein 44-jähriger Mann aus der Verbandsgemeinde Aar-Einrich mit seinem Pkw die Landesstraße 322 aus Laurenburg kommend in Richtung Katzenelnbogen. In einer Kurve kam er von seiner Fahrspur ab und kollidierte mit einem entgegenkommenden Pkw. Die Fahrerin dieses Pkw versuchte zwar noch auszuweichen, konnte den Zusammenstoß jedoch nicht mehr verhindern. Der vermeintliche Unfallverursacher entfernte sich im Anschluss unerlaubt von der Unfallstelle. Da der Polizeiinspektion Diez bereits im Vorfeld durch einen anderen Verkehrsteilnehmer ein unsicher geführter Pkw gemeldet worden war, dessen Beschreibung auf den flüchtigen Pkw passte, wurde unverzüglich durch eine Streife der Polizeiinspektion Diez die Halteranschrift aufgesucht. Dort konnte der unfallbeschädigte Pkw sowie dessen Fahrer, dem 44-Jährigen, angetroffen werden. Der Mann stand unter deutlichem Alkoholeinfluss. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von fast drei Promille. Ihm wurde anschließend eine Blutprobe entnommen sowie sein Führerschein sichergestellt. (Polizei Diez)
Mit einer besonderen Wunscherfüllung hat der Wäller Wunschwichtel die wichtige Arbeit des Frauenhauses Westerwald unterstützt. Für die intensive pädagogische Begleitung der dort betreuten Kinder und Jugendlichen hatte sich die Einrichtung spezielle Fachbücher sowie ausgewählte Literatur für die Gruppen- und Einzelarbeit gewünscht.
Der Wunsch erreichte das Team von Wäller Helfen e. V. und konnte nun erfüllt werden. Bei der Übergabe war die Freude groß: Die Mitarbeiterinnen des Frauenhauses zeigten sich sichtlich überrascht und dankbar für die neuen Materialien. Die Bücher sollen künftig dabei helfen, Kinder und Jugendliche in belastenden Lebenssituationen fachlich fundiert zu begleiten und ihnen neue Möglichkeiten zur Verarbeitung ihrer Erfahrungen zu eröffnen.
Weiterlesen ...Mediziner Camp begrüßte angehende Mediziner im Landkreis
Nach wie vor sind die medizinische Versorgung und der Ärztemangel gerade im ländlichen Raum viel diskutierte Themen. Um angehende Mediziner von den Vorzügen einer „Landarztpraxis“ in unserer Region zu überzeugen, hatte die Kreisverwaltung des Westerwaldkreises zum dritten Mal zu einem Mediziner Camp geladen. Gemeinsam mit ortsansässigen Ärztinnen und Ärzten sowie mit Unterstützung der Verbandsgemeinden vermittelte sie berufliche Perspektiven. Neun Medizin-Studierende der Uni Mainz ab dem 5. Semester nutzten die gute Gelegenheit, um sich über künftige Arbeitsstätten, Niederlassungsmöglichkeiten und den Westerwaldkreis zu informieren. Im Mittelpunkt standen dabei vor allem persönliche Erfahrungen aus erster Hand und authentische Einblicke in die Praxis.
Maria Laach/Waldbreitbach – Am Sonntag, 20. September 2026, fand in Maria Laach der traditionelle Laacher See Naturlauf bereits zum 50. Mal statt. Dieses seltene Ereignis führte zu weit über 1.000 Anmeldungen und lockte auch eine laufbegeisterte Familie aus Waldbreitbach an, die mit drei Generationen erfolgreich am Jubiläumslauf teilnahm.
Ida Hampel startete beim Bambinilauf über 200 m und wurde mit einer Zeit von 1:26 min 3. Mädchen im Jahrgang 2022. Martha Hampel startete beim Kinderlauf über 550 m und wurde mit einer Zeit von 2:44 min 1. Mädchen im Jahrgang 2020.
Der Hauptlauf über 8.500 m bestand aus der weithin bekannten Seeumrundung. Hier waren sowohl die Eltern als auch die Großeltern aktiv und erreichten folgende Ergebnisse:
Reger Austausch zwischen Wirtschaft und evm-Gruppe
Eine sichere, leistungsfähige und zukunftsfähige Energieversorgung ist ein entscheidender Standortfaktor für die Unternehmen im Westerwaldkreis. Mit diesem Tenor begrüßt Gabriele Wieland, Erste Kreisbeigeordnete, Anfang der Woche rund 50 Gäste zum ersten „Unternehmer-Dialog: Energieversorgung der Zukunft“. Zu diesem Format hatte die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis mbH (wfg) in Philipps Kochtöpferei nach Ransbach-Baumbach eingeladen. Besonders erfreut zeigt sich Frau Wieland darüber, dass die Führungsebenen der evm-Gruppe sowie aus Wirtschaft und Verwaltung stark vertreten sind.
Wir laden herzlich zum Fest am 3. Oktober ein.
Am 3. Oktober lädt der DRK Ortsverein Kannenbäckerland e.V. zum Fest nach
Hillscheid ein. Aufgrund des Brandes an der Feuerwehrhütte, die sich derzeit im
Wiederaufbau befindet, ist das ursprüngliche Gelände aus Sicherheitsgründen
noch nicht nutzbar.
Deshalb findet die Veranstaltung in der „Ahl Schul“ in der Schulstraße in
Hillscheid statt. Beginn ist um 11:30 Uhr.