Stadtrat und Verbandsgemeinderat haben Bauleitverfahren eingeleitet
Deutlich größer und vielfältiger soll das Factory Outlet Centers (FOC) in Montabaur werden. Nach den Plänen des Investors soll die Verkaufsfläche mehr als verdoppelt und neue Anbieter hereingeholt werden. Bereits 2019 hatten der Stadtrat und der Verbandsgemeinderat von Montabaur dem Vorhaben grundsätzlich zugestimmt, verbunden mit der Zusage, Baurecht schaffen zu wollen. Dazu muss die Stadt einen Bebauungsplan aufstellen und die Verbandsgemeinde (VG) ihren Flächennutzungsplan entsprechend anpassen. Beide Verfahren wurden vor Weihnachten von den Gremien förmlich eingeleitet. Viele offene Fragen werden in den Verfahren gutachterlich untersucht und Punkt für Punkt in den Räten entschieden. Parallel dazu wurde auf Landesebene ein entsprechendes Raumordnungsverfahren angestoßen, in dem auch die Auswirkungen auf die Kommunen in der Region untersucht werden.
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Die Grafik zeigt aus der Vogelperspektive, wie das erweiterte FOC und das neue Parkhaus aussehen könnten. (Bild: Architekten Graf+ Graf)
Das Bauvorhaben
Das FOC wurde 2015 im ICE-Park Montabaur eröffnet. Einige Nachbarkommunen hatten im Vorfeld gegen das Bauvorhaben geklagt, weil sie die Konkurrenz für den Einzelhandel in ihren Innenstädten befürchteten. Im Rahmen der Gerichtsverfahren wurden so genannten Verträglichkeitsstudien erstellt. Im Ergebnis wurde die Verkaufsfläche auf 10.000 Quadratmeter begrenzt, die Sortimentsliste auf FOC-typische Waren beschränkt Mögliche Erweiterungen in der Zukunft wurden jedoch nicht ausgeschlossen. Zunächst hat diese Flächenbegrenzung jedoch dazu geführt, dass das Fabrikverkaufszentrum im nationalen und europäischen Vergleich sehr klein und - nach Auffassung des Investors - auf Dauer nicht konkurrenzfähig ist. Deshalb will der Investor, die Fashion Outlet Grundbesitz GmbH, die Verkaufsfläche nun auf 21.800 Quadratmeter erweitern. Dazu sollen beiderseits der Straße Allmannshausen (K82) neue Gebäude entstehen, ein Teil des heutigen Parkplatzes würde überbaut und ein zusätzliches Parkhaus errichtet. Insgesamt wird das FOC-Areal aber nur etwa 10% größer sein als bisher. Im Zuge der Erweiterung möchte das FOC-Management auch eine interne Umstrukturierung vornehmen und die Sortimente umverteilen. Diese Entwicklung wollen Stadt und Verbandsgemeinde grundsätzlich unterstützen.
Altenkirchen. Die Kreisverwaltung Altenkirchen hat mit Datum vom 23. Dezember eine Allgemeinverfügung erlassen, die die Durchführung von und Teilnahme an für den 27. Dezember im Kreisgebiet öffentlich angekündigten, aber unangemeldeten so genannten „Montagspaziergängen“ untersagt. Auch „jede weitere thematisch vergleichbare, nicht ordnungsgemäß angemeldete und behördlich bestätigte Ersatzversammlung im Landkreis Altenkirchen wird am vorbezeichneten Tag ebenfalls ganztägig verboten“, heißt es wörtlich in der Allgemeinverfügung. „Nach den Erfahrungen von Polizei und Ordnungsbehörden nicht nur im Kreis Altenkirchen bei den bisherigen Veranstaltungen dieser Art stehen diese nicht im Einklang mit dem Versammlungsgesetz und den Corona-Bekämpfungsverordnungen, da die Abstandsregeln und Maskenpflicht nicht eingehalten werden.
Mit über 40.000 Euro wurde das Spendenziel deutlich übertroffen
Wer in Selters am Krümmelbach in den Wald kommt, sieht viele hellgrüne Plastikröhren, die über die gesamte abgeholzte Fläche in Gruppen herumstehen. Was man nicht sieht, sind die Baumpflanzen, die darin stecken. Ein Wald voller Plastikröhren. Ist das die Antwort auf die Selterser Spendenaktion zur Wiederbewaldung? In einem Film erklärt Revierförster Helmut Nett, warum das nicht anders möglich ist.
„In 2 Jahren schauen die Pflanzen aus den Schutzröhren heraus, in 10 Jahren läuft man durch jungen Wald, in 20 Jahren wird man erstes Brennholz ernten und in 30 Jahren kommt keine Sonne mehr an den Waldbesucher“, sagt Helmut Nett.
Die Idee zu einer Spendenaktion hatte Günther Geyer aus Selters. Ihm lag die Aufforstung sehr am Herzen. Die Stadt Selters griff die Idee auf, produzierte einen emotionalen Film und bat in einer pfiffigen Werbekampagne um 30.000 Euro Spenden. Wie sehr man damit die Menschen erreichte, erkennt man daran, dass über 40.000 Euro gespendet wurden von 137 Privatpersonen, Organisationen, Firmen und Menschen, die überhaupt nicht in Selters leben. Das Geld sei im Wald dringend nötig, meint der 1. Beigeordnete Hanno Steindorf, denn nach dem Krümmelbach stünden die Flächen am Selterser Köppel zur Wiederbewaldung an. Steindorf und der Ideengeber Geyer zeigten sich sehr erfreut über die große Spendenbereitschaft.
Dort wo vorher nur Fichten standen, wachsen nun klimaresistente Laubbäume. „Wir pflanzen Baumarten, die es in unserem Ökosystem bereits gibt und die trotzdem mit Klimaveränderung und zunehmender Trockenheit und Wärme zurechtkommen. Und da eignet sich unsere Stileiche und Traubeneiche, zu denen wir wenige Buchen setzen“, sagt Helmut Nett.
Dass er notgedrungen mit jedem 20 Zentimeter großen Sämling auch eine Plastikröhre für rund 10 Jahre in den Wald einbringen muss, gefällt dem Förster überhaupt nicht. „Aber ohne die Hülle würde das Rehwild die jungen Pflanzen verbeißen und auch noch bei rund 8 Jahre alten Bäumen die Rinde verletzen. Ohne Hülle gäbe es hier keinen Wald“, macht Nett mehrfach deutlich. Im neuen Film wird das sehr anschaulich, denn die Filmdrohne scheuchte zufällig während der Drehaufnahmen ein Reh an den Pflanzlingen auf. Helmut Nett ist davon überzeugt, dass es derzeit kein biologisches Produkt auf dem Markt gibt, was diesen Langzeitschutz bietet. Zudem gebe die Röhre einen Schutz gegen Spätfrost, Abschabeschäden durch Wild und wirke als kleines Treibhaus.
Bepflanzt wurden nur Kleinflächen mit rund 40 Pflanzen in sogenannten Klumpen. Dazwischen ist sehr viel Platz, auf dem das Totholz liegen gelassen wurde. Diese Flächen sollen der Natur überlassen bleiben. „Wir wollen mit unseren klimaresistenten Laubbäumen ein Gerüst stellen und gleichzeitig dafür sorgen, dass sich die Natur entwickelt und überlebensfähige Baumarten dazu bringt“, sagt Helmut Nett, „schließlich wissen wir noch nicht wie stark sich das Klima bei uns verändern wird.“ Mit dieser Art der Bewaldung will Nett auch dafür sorgen, dass künftige Förster alle Möglichkeiten haben, den Wald weiterzuentwickeln, als Wirtschaftswald, als Ökowald oder gar als Park.
Mit der Pflanzung hat die Arbeit erst begonnen. Künftig werden die Flächen jährlich gepflegt und in den ersten Jahren vor allem von Brombeeren freigeschnitten. Alles was die Natur in den Freiflächen liefert, bleibt aber stehen.
Hanno Steindorf bedankte sich beim Revierförster für sein Engagement und die großartige Arbeit, bei den Spendern und bei Günther Geyer für die Idee, die nun im wahrsten Sinne des Wortes wachsen kann.
Der neue Film ist zu sehen unter: www.stadt-selters.de (Quelle Stadt Selters)
(wie) Bei einer Auseinandersetzung wegen eines angefahrenen Werbeschildes kam es am Dienstagmorgen in Hadamar zu Handgreiflichkeiten. Ein 37-Jähriger beschädigte beim Rangieren mit seinem Auto ein Werbeschild in der Krämergasse. Dadurch kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Fahrer und dem 36-Jährigen Besitzer des Schildes. Der Streit soll dann in ein Handgemenge und Schläge ausgeartet sein. Hierbei wurde der Autofahrer derart verletzt, dass er in einer Klinik behandelt werden musste. Der 36-Jährige Schildbesitzer soll vom 37-Jährigen bedroht worden sein. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise unter der Rufnummer 06431/9140-0. (Quelle Polizei Limburg)
Limburg (ots)
ROADPOL-Speedmarathon 2026: Polizei gibt Messstellen in Hessen bekannt
Die hessische Polizei nimmt auch dieses Jahr wieder am Speedmarathon des Netzwerks ROADPOL teil. Bei dieser länderübergreifenden Verkehrssicherheitsinitiative liegt der Fokus auf der Überwachung der Geschwindigkeit, um Unfälle aufgrund von nicht angepasster oder überhöhter Geschwindigkeit zu reduzieren und das Risiko von schweren Verletzungen oder gar Todesfällen im Straßenverkehr zu minimieren.
Der diesjährige Speedmarathon findet am Mittwoch, 15.4.2026, in der Zeit von 6 Uhr bis 22 Uhr, statt.
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Weiterlesen ...Die Firma Demka GmbH ruft die Brotaufstriche "Yörem Antep Ezmesi" und "Yörem Acuka" auch aus dem rheinland-pfälzischen Handel zurück. Grund: Es wurde das nicht deklarierte Allergen Sellerie nachgewiesen. Nicht gekennzeichnete Inhaltsstoffe können Allergien auslösen. Allergien sind Überreaktionen des Immunsystems auf an sich ungefährliche Substanzen. Betroffen von diesem Rückruf sind der Brotaufstrich "Antep Ezmesi" (LOT 251223 und LOT 260116) mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 23.09.2026 und 16.10.2026 sowie der Brotaufstrich "Acuka" (LOT 251206) mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 06.09.2026. (LUA)
Gackenbach/Buchfinkenland. Tierparks verbinden Tradition und Moderne, was besonders auch für den Wildpark Westerwald im Buchfinkenland gilt! Traditionell können hier Besucher heimische Wildtiere naturnah erleben. Dort, ganz im Süden des Westerwaldes, wird in reizvoller Landschaft aber auch auf Innovation und Forschung gesetzt. Dies wird aktuell durch die Realisierung eines Pilotprojektes in Form eines modellhaften Sanitärgebäudes deutlich.
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Sobald die warme Jahreszeit beginnt, erreichen die Untere Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung zahlreiche Anfragen, ob und wie Nester von Insekten wie Hornissen und Wespen entfernt werden können. Dabei gilt es jedoch einige wichtige rechtliche und ökologische Aspekte zu beachten.