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Montabaur: Neues Verbandsgemeindehaus kostet voraussichtlich 45 Millionen Euro Westerwaldkreis: Kreistag beschließt Nachtragshaushalt einstimmig Gackenbach: Land fördert dritte Bauphase der „Neuen Mitte“ mit 413.000 Euro
Das neue Verbandsgemeindehaus in Montabaur steht kurz vor der Fertigstellung. Am 17. November soll die Verwaltung dort ihren Betrieb aufnehmen. Die Gesamtkosten werden voraussichtlich rund 45 Millionen Euro betragen und damit etwa 20 Prozent über der ursprünglichen Planung liegen. Die Bauzeit verlängerte sich von geplanten drei auf insgesamt sechs Jahre. Als Gründe nennt die Verbandsgemeinde unter anderem Lieferengpässe, gestiegene Preise, Probleme mit einzelnen Firmen und einen Feuchteschaden. Das Projekt wurde ohne zusätzliche Kredite aus dem Haushalt finanziert. Allerdings laufen noch rechtliche Auseinandersetzungen mit beteiligten Unternehmen.
Der Kreistag des Westerwaldkreises hat den Nachtragshaushalt für 2026 einstimmig beschlossen. Das Gesamtvolumen des Haushalts ist inzwischen auf mehr als 460 Millionen Euro gestiegen. Positiv wirken sich Nachzahlungen bei der Schülerbeförderung aus, durch die der Kreis finanziell besser dasteht als ursprünglich geplant. Deshalb sind nach Angaben des Landrats weiterhin keine neuen Liquiditäts- und Investitionskredite erforderlich. Ein Antrag für ein eigenes Hitzeschutzkonzept im Westerwald wurde mit großer Mehrheit abgelehnt. Das Klimaanpassungskonzept des Kreises soll voraussichtlich im September 2027 fertiggestellt werden.
In Gackenbach kann der dritte und letzte Bauabschnitt der neuen Dorfmitte vorbereitet werden. Dafür hat die Ortsgemeinde einen Förderbescheid über 413.000 Euro aus dem Dorferneuerungsprogramm des Landes erhalten. Geplant sind ein Jugendraum im ehemaligen Pfarrsälchen, ein Dorfdepot als Lagerhalle und ein multifunktionaler Dorfplatz auf dem Grundstück des früheren Pfarrhauses. Bereits jetzt wird das ehemalige Pfarrheim zu einem Dorfgemeinschaftshaus umgebaut und erweitert. Insgesamt kostet das Projekt rund 2,2 Millionen Euro, davon übernimmt das Land insgesamt 1,2 Millionen Euro.
Die Kaufland Dienstleistung GmbH & Co. KG wiederholt den bereits Anfang des Jahres durchgeführten Rückruf bestimmter BEBA-Produkte, da betroffene Chargen in einzelnen Kaufland-Filialen nicht vollständig aus dem Verkauf genommen wurden. Grund: Es wurde Cereulid nachgewiesen, das durch den Mikroorganismus Bacillus Cereus produziert wird. Cereulid kann Symptome wie Erbrechen und Durchfall verursachen. Die Symptome treten in der Regel zwischen 30 Minuten und sechs Stunden nach dem Verzehr der betroffenen Säuglingsnahrung auf. (LUA)
Hachenburg (ots)
Am 13.10.2026, gegen 14:30 Uhr, wurde durch eine Funkstreifenwagenbesatzung der Polizeiinspektion Hachenburg eine Motorcross-Maschine einer Verkehrskontrolle unterzogen. Im Rahmen dieser Verkehrskontrolle ergab sich, dass der Fahrer keine Fahrerlaubnis für das Kraftrad besitzt. Außerdem lag keine gültige Versicherung für das Zweirad vor. Weiterhin stand der Fahrer unter dem Einfluss von Betäubungsmittel. Dem Fahrer wurde eine Blutprobe entnommen und es wurden mehrere Strafverfahren eingeleitet. (Polizei Hachenburg)
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Horhausen: Trickdiebe bestehlen älteres Ehepaar Montabaur-Elgendorf: Sanierte Dorfgemeinschaftshalle feierlich eröffnet Koblenz: Stromanbieter Grüüün stellt Vertrieb ein – evm sichert Versorgung
In Horhausen haben zwei unbekannte Männer ein älteres Ehepaar bestohlen. Die Täter gaben vor, Spenden für Menschen mit Behinderungen zu sammeln, und verschafften sich so Zutritt zum Wohnhaus. Während einer der Männer die Bewohnerin ablenkte, durchsuchte sein Komplize weitere Räume und entwendete Bargeld sowie Wertgegenstände. Der Schaden liegt im mittleren dreistelligen Bereich. Die Polizei Straßenhaus bittet Zeugen um Hinweise zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen.
In Montabaur-Elgendorf ist die umfassend sanierte Dorfgemeinschaftshalle feierlich eingeweiht worden. Das Gebäude wurde grundlegend modernisiert und unter anderem mit einem neuen Foyer, einer Küche, einem Aufzug und zusätzlichen Vereinsräumen ausgestattet. Auch die Gebäudehülle wurde energetisch saniert und die Heizungs- und Lüftungstechnik erneuert. Die Bauarbeiten waren allerdings von unerwarteten Schwierigkeiten und deutlich höheren Kosten begleitet. Am Ende beliefen sich die Gesamtkosten auf rund 5 Millionen Euro. Ein Rechtsstreit im Zusammenhang mit dem Ausscheiden einer beteiligten Firma ist noch nicht abgeschlossen.
Der Stromanbieter Grüüün stellt seinen bundesweiten Stromvertrieb zum 31. Oktober ein. Nach Unternehmensangaben sind davon rund 200.000 Kunden betroffen. Wer bis dahin keinen neuen Liefervertrag abgeschlossen hat, muss keinen Stromausfall befürchten. In ihrem Grundversorgungsgebiet übernimmt die Energieversorgung Mittelrhein automatisch die gesetzliche Grund- beziehungsweise Ersatzversorgung. Damit bleibt die Stromversorgung auch nach dem Ende des bisherigen Vertrags gesichert. Wer in diese Versorgung zurückfällt, sollte sich wegen der in der Regel höheren Preise allerdings wieder schnell nach einem günstigen Stromanbieter umsehen.
Die SSP Konsumgüter Trade & Consult GmbH ruft "Himemaru Japanese Rice Cracker" auch aus dem rheinland-pfälzischen Handel zurück. Grund: Es wurde ein erhöhter Gehalt an Glycidyl-Fettsäureester (ausgedrückt als Glycidol) festgestellt. Glycidylfettsäureester sind organisch-chemische Verbindungen, die vor allem durch die Raffination pflanzlicher Fette und Öle entstehen können. Sie werden bei der Verdauung im Körper aufgespalten, und Glycidol wird freigesetzt. Es besitzt genschädigende und krebserzeugende Eigenschaften und ist deshalb in Lebensmitteln unerwünscht. Für Glycidylfettsäureester (ausgedrückt als Glycidol) sind deshalb EU-weit Höchstgehalte festgelegt. Betroffen von diesem Rückruf sind die 98-Gramm-Packungen mit allen noch gültigen Mindesthaltbarkeitsdaten. (LUA)
„Sankt Nikolaus in Not von Felix Timmermans“
Passend zur beginnenden Vorweihnachtszeit wird die bekannte Geschichte des flämischen Dichters Felix Timmermans erzählt. Sankt Nikolaus gerät in eine peinliche Notlage. Seine Säcke und Körbe sind leer, alles verschenkt.
Und ausgerechnet Cäcilie, das bravste Kind der Stadt, hat noch keine Gaben erhalten. Der Backofen im Himmel ist erloschen und aller Zucker verbraucht.
Vom 6. bis 11. November wird die K 126 zwischen Elgendorf und der K 149 voll gesperrt. Die Umleitung erfolgt ab Elgendorf über die L 312 durch Dernbach auf die K 149 und umgekehrt.
Um die Bevölkerung im Gefahrenfall schnell, gezielt und zuverlässig warnen zu können, hat der Westerwaldkreis gemeinsam mit seinen zehn Verbandsgemeinden einen Warnzug aufgebaut. In Selters fand nun unter Leitung der zuständigen Zugführerin Lisanne Wüst und des Brand- und Katastrophenschutzinspekteurs (BKI) Tobias Haubrich die erste Übung des Warnzuges statt. Ziel war es, die Abläufe für den Einsatzfall zu trainieren und die Zusammenarbeit der beteiligten Kräfte zu festigen.
Der Westerwaldkreis baut seit August 2023 in Interkommunaler Zusammenarbeit mit den zehn Verbandsgemeinden ein neues, flächendeckendes digitales Sirenennetz zur Warnung der Bevölkerung auf. Der Kreis trägt dabei zwei Drittel der Kosten sowie die spätere Unterhaltung des rund vier Millionen Euro teuren Netzes. Bislang wurden nach aktuellem Projektstand 220 Sirenen errichtet. Ziel ist es, den Ausbau des final rund 250 Sirenen umfassenden Netzes bis Ende 2027 abzuschließen.
Westerwald. 200 Kilometer in zwölf Etappen; einmal rund um den Westerwald. Das ist der Pilgerweg des Evangelischen Dekanats Westerwald. Fast fünf Jahre hat das „Pilgerteam“ des Evangelischen Dekanats, Regina Kehr, Bettina Dreiseitel, Ricarda Schneider und Bettina Kaiser, diesen Weg geplant und konzipiert. Im Juni 2026 ist er schließlich feierlich eröffnet worden. Nun hat der Öffentlichkeitsreferent des Dekanats den Weg einmal komplett erwandert – mit leichtem Gepäck und zwei alten Kameras. Peter Bongard, der auch als Fotograf tätig ist, machte sich zehn Tage lang auf eine Reise durch die Region und hielt seine Eindrücke auf analogem Film fest.
Weiterlesen ...Die naturnahe Urnenbestattung auf dem Friedhof in Selters wird zunehmend nachgefragt. Seit 16 Monaten werden Urnen im Wurzelbereich eigens dafür gepflanzter Bäume beigesetzt. Inzwischen entscheidet sich rund ein Viertel der Angehörigen für diese Bestattungsform – deutlich häufiger als für eine klassische Sargbestattung.
Damit folgt Selters einem bundesweiten Trend. Die Bestattungskultur verändert sich. Während die traditionelle Sargbestattung an Bedeutung verliert, wächst der Wunsch nach pflegefreien und naturnahen Ruhestätten.